LoweGGK wirft DMB "Recycling" vor...
 

LoweGGK wirft DMB "Recycling" vor...

#

... und M.J. Demner antwortet. Der "Vorwurf": Frappante Ähnlichkeit zwischen Vöslauer-Sujet und Recycling-Kampage der GGK aus den frühen Neunzigern – mit einem "gerührten" Statement eines amüsierten Mariusz Jan Demner.

Das Wegwerfen einer Plastikflasche aus der Mistkübel-Perspektive fotografiert, dazwischen zwanzig Jahre Werbegeschichte und zwei profilierte Agenturmarken - das sind die Zutaten für diese kleine Posse: Die Vöslauer-Kampagne von Demner, Merlicek & Bergmann weckt bei der Lowe GGK Erinnerungen an die Recycling-Kampagne aus den frühen Neunzigern Jahren.

Nicht ohne Häme weist Lowe GGK in einer Anzeige in der heute erscheinenden HORIZONT-Ausgabe (16/2012) auf die große Ähnlichkeit hin, verschickt eine Pressemitteilung mit dem Titel"Lowe GGK gratuliert Demner, Merlicek und Bergmann zum erfolgreichen Recycling einer GGK-Kampagne."


In der Aussendung lässt sich Lowe-GGK-Chef Rudi Kobza so zitieren: "Es ist offensichtlich, dass hier die Kollegen aus der Lehargasse Anleihe an der erfolgreichen GGK Kampagne genommen haben. Ob dies mit oder ohne Wissen des Kunden stattgefunden hat entzieht sich unserer Kenntnis. Angesichts der schöpferischen originären Leistung aller seinerzeit Beteiligten, erscheint es allerdings unerlässlich auf diesen Zustand hinzuweisen und die korrekte Liste der Credits der Originalkampagne zu veröffentlichen. Ein kleiner Zusatz ... sollte Demner, Merlicek und Bergmann ein Entwicklungshonorar für das Recycling an den Kunden verrechnet haben, möchte ich Herrn Mariusz Demner anregen, einen Teil davon als Zeichen der Anstands für eine Umweltschutzorganisation zu spenden."

Das Format zitiert Franz Merlicek mit "Die Ähnlichkeit lässt sich nicht abstreiten, aber wir haben von der Sache definitiv nicht gewusst".

Regelrecht amüsiert zeigt sich Mariusz Jan Demner ob der "Recycling-Vorwürfe": "Ich beobachte zwar, dass Franz Merlicek mit zunehmenden Alter ein immer besseres Langzeitgedächtnis entwickelt, aber dass er sich an diese Anzeige von vor zwanzig Jahren erinnert hat, das kann ich mir nicht vorstellen." In Richtung Rudi Kobza meint er: "Ich finde es ja irgendwie rührend, dass er sich um das Erbe einer Agentur kümmert, mit der die heutige außer dem Namen kaum was gemeinsam hat und wo niemand mehr von der damaligen GGK dabei ist." Herr Kobza wäre besser beraten, sich die teils wirklich herausragenden Arbeiten der GGK von damals anzusehen als diese nicht rasend originelle." Nachsatz: "Es gibt eigentlich nur drei Perspektiven, um jemanden zu fotografieren, wie er etwas in den Mistkübel wirft - von der Seite, von vorne oder eben aus dem Mistkübel. Das ist auch keine große Idee, sondern lediglich eine Möglichkeit der Umsetzung."

Hier jedenfalls die von der LoweGGK versandten Original-Credits aus dem CCA Buch 1993:


Auftraggeber: ARGEV- Arbeitsgemeinschaft Verpackungsverwertung; Agentur: GGK Werbeagentur GmbH; Kundenberatung: Brigitte Losmann, Vroni Matyk; Creative Director: Georg Beer; Text: Ingeborg Frauendorfer; Art Director: Ivan Gabrovec; Grafik: Carola Schauberger, Eva Layr; Fotograf: Georg Schlosser; Art Buying: Daniela Schulz; Produktionsleitung: Ingrid Zax

stats