Life-Ball-Kampagne: NDU stellt sich hinter St...
 

Life-Ball-Kampagne: NDU stellt sich hinter Studentin

Michael Kropacek
Studentin Sarah Kreuz und NDU-Rektor Herbert Grüner (für volle Sujet-Ansicht bitte auf das Bild klicken).
Studentin Sarah Kreuz und NDU-Rektor Herbert Grüner (für volle Sujet-Ansicht bitte auf das Bild klicken).

Die New Design University will Parallelen zum Kampagnenvorschlag einer Studentin für die Life Ball-Weinetiketten 2017 erkennen – und kreativ 'kontern'.

Für ein paar Meinungsverschiedenheiten sorgte die aktuelle Life Ball-Kampagne „Know your Status“, dieses Jahr umgesetzt von Merlicek & Grossebner, auf Facebook (HORIZONT berichtete). Nun meldet sich die New Design University (NDU) St. Pölten selbst zu Wort – sie sehe „darin Parallelen zu einem Sujet, das die Grafikstudentin Sarah Kreuz letztes Jahr im Rahmen eines Wettbewerbs für die Gestaltung der Life Ball-Weinetiketten eingereicht hat.“ Statt zu klagen, habe sich die NDU für ein kreatives Statement entschieden: Mit der Fotostrecke „Per aspera ad astra - Der Weg zu den Sternen ist dornig“, umgesetzt mit Sarah Kreuz, wolle sich die niederösterreichische Privatuni hinter ihre Studierenden stellen, „auch wenn der Weg zum Erfolg nicht immer einfach ist“.

'Unverkennbare Parallelen'

Sarah Kreuz, Grafik- und Informationsdesign-Studentin an der NDU, hatte 2017 ihren Design-Vorschlag zur Gestaltung der Life Ball-Weinetiketten eingereicht. Im Rahmen eines öffentlichen Publikumsvotings auf Facebook fiel die Wahl zwar nicht auf ihren Entwurf, „im Mai 2018 entdeckte sie allerdings unverkennbare Parallelen der offiziellen Life Ball-Kampagne zu ihrem Gestaltungsansatz“, wie es jetzt vonseiten der Lehreinrichtung heißt: „Verwendung von ausschließlich schwarzer Farbe und Großbuchstaben für das Bodypainting oder Sujetfarben in schwarz/grau/rot gehalten sind nur zwei exemplarische Beispiele. Umgesetzt hat diese Kampagne eine große österreichische Werbeagentur“.

'Schrift auf Körper nichts Neuartiges'

Von HORIZONT auf die Vorwürfe angesprochen, entgegnete M&G-Agenturpartner Lukas Grossebner: „Keiner unserer Art Direktoren kannte die Kampagne besagter Studentin, woher auch? Noch sehen wird da große Parallelen, zumal Schrift auf Körper nichts Neuartiges ist. Es gibt dafür sogar einen Namen: Bodypainting.“ Die eigenen Layouts wurden sodann von dem international bekannten Fotografen umgesetzt.

'Grenze zwischen Zufall und Nicht-Zufall unscharf'

Die NDU wolle sich bewusst auf keinen Rechtsstreit einlassen, so Rektor Herbert Grüner: „Manche Dinge entstehen durch Zufall, manche nicht. Und zuweilen bleibt die Grenze zwischen Zufall und Nicht-Zufall einfach unscharf. Ob Parallelen vorhanden sind oder nicht, darüber darf sich jede und jeder selbst ein Bild machen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Studierenden auf die Realität in der Welt der Kreativschaffenden so gut wie möglich vorzubereiten. Durch die Förderung von Kreativität ebenso wie durch Lehrbeispiele wie dieses.“

Michael Kropacek
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