Kritik am neuen Eventguide
 

Kritik am neuen Eventguide

EMBA stösst sich an Agentur-Auswahl des Eventguide der Fachgruppe Werbung - Verleger Morawetz kontert.

Der Eventguide Wien der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wiener Wirtschaftskammer steht im Kreuzfeuer der Kritik. Das 80 Seiten starke Büchlein bietet Einblick in "eine Werbelandschaft mit sehr vielen kleinen und einigen großen Agenturen, die sich auch immer mehr als Anbieter von ganzheitlichen Kommunikationslösungen und damit natürlich auch als professionelle Eventgestalter verstehen“, so Karl Javurek, Obmann der Fachgruppe Werbung Wien.          

Aber Überblick, Basisinformationen, Tipps von Eventprofis und Checklisten entspricht nicht den Vorstellungen des Event Marketing Board Austria (EMBA). Unter dem Titel „Die Besten“ werden lediglich 40 von insgesamt knapp 800 Wiener Veranstaltungsunternehmen (wobei nicht bekannt ist, wie viele davon aktiv sind) willkürlich präsentiert – ohne Hinweis auf Qualitätskriterien, die eine solche Auswahl argumentieren könnten.          

Die Qualitätsoffensive, die Zertifizierung der Eventagenturen, durchgeführt von der WKO und dem TÜV, werde dadurch konterkariert, meint der EMBA-Sprecher. Mit der Zertifizierung österreichischer Agenturen wurde jüngst ein nachvollziehbares Regelwerk geschaffen und gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (eventnet.at) und dem TÜV definiert, welche Kriterien seriöse von weniger professionellen Veranstaltern und Agenturen unterscheiden. Damit entstand eine Entscheidungshilfe für Kunden zur Auswahl von Agenturen und Partnern.          

 Martin Brezovich, Vorstand und Sprecher des EMBA, kritisiert: „Im Eventguide der FG Werbung wird keine einzige der aktuell ca. 25 WKO/TÜV zertifizierten Wiener Agenturen angeführt und auch alle anderen 700 Gewerbeinhaber wurden ausgespart“, so Brezovich. Dies obwohl sich darunter mehrheitlich Agenturen befinden, die Eventmarketing mit Schwerpunkt PR und Marketing durchführen und die entsprechende Erfahrung sowie über zahlreiche Referenzprojekte verfügen.  Peter Morawetz, Albatros-Verlags-Inhaber und Herausgeber des Büchlein kontert: "Was das EMBA vergisst: Alle Mitglieder der Fachgruppe haben zwei E-Mail-Anfragen bekommen, ob sie als Anbieter drin stehen wollen. Und offenbar reut es jetzt viele, nicht geantwortet zu haben..."      

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