Kostspielige Werbung für Regierung
 

Kostspielige Werbung für Regierung

Die frühere Regierung hat während des Nationalrat-Wahlkampfs mehr als 8,67 Millionen Euro für Inserate ausgegeben.

Mit 1,75 Millionen Euro gab das Infrastrukturministerium des jetzigen Bundeskanzlers Werner Faymann am meisten für Inserate aus - das besagen zumindest parlamentarische Anfragen des BZÖ-Abgeordneten Gerald Grosz, die Inserate, PR-Artikel und Druckkostenbeiträge zum Gegenstand hatten. Abgefragt wurde der Zeitraum von der Ankündigung der Neuwahl durch den damaligen Vizekanzler Wilhelm Molterer am 7. Juli 2008 ("Es reicht") bis zum Wahltermin am 28. September 2008.







Die tatsächlichen Ausgaben könnten noch ein wenig über 8,67 Millionen Euro liegen, da das Bundeskanzleramt samt Frauenministerium nicht innerhalb der vorgesehenen Frist geantwortet hätten. Hinter dem Infrastrukturministerium (1,75 Millionen Euro) reihen sich im Ausgabenranking die nicht mehr amtierende Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (1,22 Millionen Euro) und der ehemalige Sozialminister Erwin Buchinger  (1,06 Millionen Euro) ein. An dritter Stelle liegt der jetzige Vizekanzler und einstige Landwirtschaftsminister Josef Pröll (993.000 Euro). Die Liste setzt sich fort mit dem Unterrichts- und Kulturministerium (815.400 Euro), dem Finanzministerium (681.500 Euro), dem Verteidigungsministerium (541.200 Euro) und dem Wirtschaftsministerium (451.690 Euro). Schlusslichter sind das Wissenschaftsministerium (418.080 Euro, das Außenministerium (416.030 Euro) und das Innenministerium (315.870 Euro). Das Justizministerium hat laut der Befragung im Rahmen der vergangenen Nationalratswahlen gar nichts für Wahlwerbung ausgegeben.







(Quelle: APA)





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