JWT und "Hirschen" unter einem Dach: Das sage...
 

JWT und "Hirschen" unter einem Dach: Das sagen die Agenturchefs

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Der Einzug bei den "Hirschen" bedeutet gleichzeitig den Auszug aus dem gemeinsamen Bürogebäude der WPP-Agentur Young & Rubicam Vienna. (c) Zum goldenen Hirschen
Der Einzug bei den "Hirschen" bedeutet gleichzeitig den Auszug aus dem gemeinsamen Bürogebäude der WPP-Agentur Young & Rubicam Vienna. (c) Zum goldenen Hirschen

Beide Marken sollen eigenständig bleiben – mit wechselseitigem Zugriff auf Leistungen des anderen. WPP-Tochter JWT verändert sich damit nach drei Jahren erneut.

Wie berichtet, sind die WPP-Tochteragenturen J. Walter Thompson und Zum goldenen Hirschen, an deren deutschen Miteigentümern Hirschen Group die WPP ebenso beteiligt ist, im November unter ein Dach gezogen. Die Agenturen betonen, dass beide Marken eigenständig bleiben sollen und man lediglich Synergieeffekte nutzen wolle. Der JWT Shared Service soll in die Struktur von Zum goldenen Hirschen angegliedert werden; die Agenturen sollen vollen wechselseitigen Zugriff auf Leistungen haben. Während die Zusammenarbeit für die Hirschen einen Ausbau des Kundenportfolios und stärkere internationale Ausrichtung bedeute, freue sich JWT über „frisches Kreativblut und die Vorteile einer unternehmerisch geführten Agentur“.

Alexander Zelmanovics, Gründer und Geschäftsführer von Zum goldenen Hirschen, sieht „großes Potenzial in den gut geführten und gepflegten Kundenbeziehungen.“ Der Einzug bei den „Hirschen“ bedeutet gleichzeitig den Auszug aus dem gemeinsamen Bürogebäude der WPP-Agentur Young & Rubicam Vienna – die Übersiedelung der JWT dorthin fand 2014 statt. Als Grund für die Veränderung nennt JWT Managing Director Alexander König auf HORIZONT-Nachfrage die wegen Y&R-Neukundengewinnen zunehmend engen Büroräumlichkeiten: „Wir sind da flexibel und eben mit einem anderen Verwandten näher zusammengerückt. Es hat sich auch als gute Konstellation herausgestellt, da Zum goldenen Hirschen als eigentümergeführte Agentur auch über mehr Ressourcen verfügt, die wir teilen können.“ 

WPP hatte 2015 Anteile an den Hirschen in Deutschland erworben, eine Kooperation mit JWT bestand bereits. Für Alexander Hofmann, Y&R-Geschäftsführer, scheint der Schritt „recht logisch, dass JWT mit den Hirschen zusammenzieht“, wie er gegenüber HORIZONT erwähnt. „Für uns bedeutet das einfach nur, dass ein netter Nachbar umgezogen ist. Wir wünschen unserer Schwesteragentur natürlich viel Erfolg für ihre gemeinsame Arbeit.“ Zwar habe man JWT in seltenen Fällen inhaltlich unterstützt, „JWT war aber immer eine völlig eigenständige Agentur, die sonst nichts mit uns zu tun hatte.“

Dieser Artikel erscheint auch in der kommenden HORIZONT-Ausgabe Nr. 50. Noch kein Abo? Hier klicken.

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