Joseph Binder Award 2004 vergeben
 

Joseph Binder Award 2004 vergeben

Bei der diesjährigen Verleihung des Joseph Binder Awards holt Österreich zwei Mal Gold, fünf Mal Silber und drei Mal Bronze.

Der Joseph Binder Award 2004 ist vergeben: Aus der Rekordzahl von 589 Einreichungen aus 15 Ländern suchte die internationale Jury insgesamt 52 nominierte Arbeiten aus – 30 davon wurden mit einer Shortplatz-Auszeichnung bedacht, 22 erhielten eine der begehrten Trophies in Gold, Silber und Bronze. Österreichs einziger international ausgeschriebener Design- Award war heuer schwerpunktmäßig dem Thema "Graphic-Design und Illustration" gewidmet. Von den drei güldenen Joseph Binder-Trophäen gingen immerhin zwei an Arbeiten aus Österreich: Für das von der Kulturhauptstadt Graz 2003 in Auftrag gegebene Magazin Link streifte Lichtwitz Büro für visuelle Kommunikation goldene Ehren ein; für "The Fantastic Shiny Paper Theatre", eine Präsentationsmappe für Metallic Papiere der Firma Europapier, wurde die Wiener Werbeagentur dasuno ausgezeichnet. Für das Creativ Club Austria-Werbejahrbuch 2003 "Das Buch der Venus" erhielte das dasuno-Team zudem eine silberne Trophäe. Silber gewannen auch die Österreicher Sigi Ramoser, Sägenvier Designkommunikation für das Projekt "Notepad & Giveaway", Werner Singer für das Design des auf bewegten Piktogrammen basierenden Barführers "pic a drink", Studio Popular für das Editorial Design von "Lust auf Leistung" sowie Büro X für eine Image-Plakatserie für das Wiener Museumsquartier. Von den elf bronzenen Auszeichnungen blieben drei in Österreich: Die austro-amerikanische Agentur des Österreichers Stefan Sagmeister gewann mit seinem Annual Report für Zumtobel, die c satek Werbeagentur wurde für die Plakatserie für den Eissalon Tichy geehrt und allessandri design gewann mit dem Geschäftsbericht 2001 für die Post AG.

Auch Shortlist-Platzierungen hagelte es für österreichische Designer: Gleich vier Shortlist-Auszeichnungen ergatterte alessandri design; Elisabeth Kopf punktete in der Kategorie Corporate Design; 3007 agentur zur kreation audiovisueller erscheinungsformen, Susanne Dechant und Buchegger, Denoth, Feichtner landeten auf der Communications-Design-Shortlist; Rita Bertolini, Walter Bohatsch, d-lab und Rosebud, Inc. überzeugten in der Kategorie Editorial Design; Kurt Dornig und Sheriff wurden mit einem Merit Award für Illustration ausgezeichnet und Angelika Mathis, Philipp Prause, Angelika Rattay sowie Werner Singer punkteten schließlich mit Shorlist-Plätzen in der Kategorie Design Fiction.

Der Joseph Binder Award wird jährlich zu einem anderem Schwerpunktthema vergeben – nächstes Jahr steht das Thema Produktdesign auf dem Programm. Namensgeber des Preises ist Joseph Binder (1898-1972), der die Gebrauchsgrafik in Österreich und den USA entscheidend mitgeprägt hatte. Von ihm stammt unter anderem auch der Meinl-Mohr.

(jed)

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