Imagekampagne: VÖZ ummantelt Titelseiten
 

Imagekampagne: VÖZ ummantelt Titelseiten

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Gasser: „Printmedien sind für die Meinungsbildung unerlässlich“

Auf den Titelseiten der heimischen Kauftageszeitungen sowie zehn Magazinen und Wochenzeitungen stand am 24. Oktober die Frage: "Was wäre die öffentliche Meinung ohne jemanden, der sie veröffentlicht?" Diese Aktion war der Höhepunkt der seit September laufenden VÖZ-Kampagne, die von der Kreativschmiede Demner, Merlicek & Bergmann verantwortet wird.

"Ein Meinungsmonopol ist die größte Gefahr für unsere Demokratie, daher ist eine starke und vielfältige Printmedienlandschaft für die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger unerlässlich. Mit der heutigen Titelseitengestaltung wollen wir ein starkes Signal setzen und die Funktion der Zeitungen und Magazine für dieses Land bewusst machen", erklärte Hans Gasser, Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), in einer Aussendung den Hintergrund der Ummantelung aller Kauftageszeitungen.

KV-Verhandlungen dürfen sich nicht bis zum "Sankt Nimmerleinstag" hinziehen

Gasser nahm auf die aktuellen Geschehnisse rund um die Verhandlungen über einen neuen Journalisten-Kollektivvertrag Bezug (HORIZONT online berichtete). "Wir brauchen kollektivvertragliche Rahmenbedingungen, die den Anforderungen einer modernen Medienwelt gerecht werden", erklärte der VÖZ-Präsident. Die Branche habe sich durch das Internet verändert und der Journalisten-KV stamme aus einer goldenen Ära des Printjournalismus, "die leider schon zu lange vorbei ist, um nicht darauf zu reagieren." Man brauche Rahmenbedingungen, die einerseits den wirtschaftlichen Gegebenheiten und andererseits den Anliegen der Journalisten Rechnung tragen. Entscheidend sei eine zukunftsfähige Einigung. "Jedoch dürfen sich die Verhandlungen nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag hinziehen. Journalisten und Verleger erwarten sich zu Recht rasche Ergebnisse", betonte Gasser.

Forderung nach einer Verfünffachung der Presseförderung

Darüber hinaus bekräftigte der VÖZ-Präsident seine Forderung nach einer Verfünffachung der Presseförderung: "Wer qualitativ hochwertige und inhaltlich relevante Berichterstattung der heimischen Printmedien sichern, junge Menschen für das Zeitungslesen begeistern, und eine hochwertige Journalistenausbildung anbieten will, muss dies auch durch Taten dokumentieren." Die Politik sei gefordert, dies bei der geplanten Reform der Presseförderung entsprechend zu berücksichtigen.

"Heute bietet sich ein überraschendes Bild"

Mariusz Jan Demner, geschäftsführender Gesellschafter Demner, Merlicek & Bergmann, verwies nochmals auf die Imagekampagne: "In Trafiken, Kiosken, Kaffeehäusern, in Zügen und Flugzeugen bietet sich heute ein überraschendes Bild: Tageszeitungen und Magazine erscheinen in einem einheitlichen Auftritt - mit einer Ummantelung des Verbandes Österreichischer Zeitungen." Dieses Sujet sei eines von vielen, die mit prägnanten, auch humorvollen Headlines die Kraft von Print eindrucksvoll demonstrieren.
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