HORIZONT-Titelstory: Steuer-Dribbeleien in Pa...
 

HORIZONT-Titelstory: Steuer-Dribbeleien in Pasching

Die oberösterreichische Gemeinde Pasching verschickt eifrig Steuerbescheide an Medien und begehrt rückwirkend Anzeigen- und Ankündigungsabgabe.

Die oberösterreichische Gemeinde Pasching verschickt eifrig Steuerbescheide an Medien und begehrt rückwirkend Anzeigen- und Ankündigungsabgabe.

Pasching ist nicht nur für seine fußballerischen Leistungen berühmt, sondern auch für seinen Einfallsreichtum in Steuerangelegenheiten. An mehrere Zeitungen und TV-Sender verschickte das Gemeindeamt Pasching Steuerbescheide laut denen rückwirkend für fünf Jahre und nach der sogenannten Bruchteilsfestsetzung Werbesteuer gefordert wird. Diese Bruchteilsfestsetzung ist eine Besonderheit im oberösterreichischen Steuerrecht. Pasching fordert demnach auf Basis einer arithmetischen Splittung schlichtweg 50-Prozent jenes Anteils an Anzeigen- und Ankündigungsabgabe, der am Sitz des jeweiligen Mediums ohnedies bereits bezahlt wurde. Würden dem Paschinger-Modell weitere oberösterreichische Gemeinden folgen, dann würde der Steueranteil jeweils dem durch die Zahl der ausgestellten Steuerbescheide errechneten Bruchteil entsprechen. Bei Steuerbescheiden von drei Gemeinden jeweils ein Drittel pro Gemeinde und so weiter. Insgesamt gibt es in Oberösterreich rund 450 Gemeinden.





Weitere Details zu den Steuer-Dribbeleien in Pasching können Sie in der Titelstory der Nummer 17 von Horizont, die am 5. Mai erscheint, lesen.

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