Frauenberger gegen sexistische Werbung
 

Frauenberger gegen sexistische Werbung

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Als Anlassfall für sexistische Werbung sehen die SPÖ-Frauen die aktuelle Plakatkampagne der Kärntner unter dem Titel "Hirter Fasstypen".
Als Anlassfall für sexistische Werbung sehen die SPÖ-Frauen die aktuelle Plakatkampagne der Kärntner unter dem Titel "Hirter Fasstypen".

Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger zieht in den Kampf gegen sexistische Werbung.

Geht es nach Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger ist die Selbstkontrolle der Werbewirtschaft in Sachen Sexismus "nicht ausreichend". Damit sich das zumindest in Wien ändern wird, hat die Politikerin zwei Musterbriefe zum Download bereit, die Interessierte an betroffene Unternehmen sowie an den Werberat senden können.

Im Vordruck heißt es: "Ich beanstande die unten beschriebene Werbemaßnahme, da sie meiner Ansicht nach frauendiskriminierend bzw. sexistisch ist. Sie widerspricht sowohl den Menschenrechten von Frauen als auch den Bestimmungen des Selbstbeschränkungskodex des Österreichischen Werberats", und weiter: "Das dadurch vermittelte Frauenbild hat verheerende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und verletzt mich in meiner persönlichen Würde."

Derzeit gebe es wegen der fehlenden bundesgesetzlichen Regelung nur die Möglichkeit, nach dem Wiener Jugendschutzgesetz Anzeige zu erstatten, so Frauenberger. Im Falle, dass mit Werbesujets Inhalte vermittelt würden, die junge Menschen in ihrer Entwicklung gefährden, könne eine Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro verhängt werden. Geht es nach Frauenberger müssen bundesweite Regeln her, die beispielsweise im Gleichbehandlungsgesetz verankert werden sollten.

(Quelle: APA)
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