Familien- und Agenturleben vereinen: Ein Best...
 

Familien- und Agenturleben vereinen: Ein Best-Practice-Beispiel

#
Hartinger setzt auf das Prinzip „alle für einen, einer für alle“.
Hartinger setzt auf das Prinzip „alle für einen, einer für alle“.

Familien- und Agenturleben zu vereinen, lebt Hartinger vor. Von den dazu nötigen Workflows profitiert die Leistung, Mitarbeiter sollen so gebunden werden.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr.20/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Die offizielle Auszeichnung als „familienfreundlicher Betrieb“ durch das Land Steiermark würde schon ausreichen, um das Kaindorfer Unternehmen Hartinger Consulting zu einem Paradiesvogel in der Agenturszene zu machen – hat doch die Branche nicht unbedingt den Ruf der besten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Noch bemerkenswerter wird die Auszeichnung dadurch, dass der Familienbetrieb mit 19 Angestellten in der Branche „nichts auslässt“: von Überstunden und Abendterminen bis zu Last-Minute-Änderungswünschen von Kunden und jederzeitige Verfügbarkeit für kommunikatorische Notfälle. Möglich wird das vor allem durch viel Kommunikation und Teamwork – wovon aber wiederum das Niveau der Leistung profitiert, wie Account-Manager Christoph Pelzl gegenüber HORIZONT schildert.

Kommunikation als Schlüssel

„Zweimal die Woche gibt es ein Update zu den laufenden Jobs inklusive entsprechender Aufgabenverteilung. Bei High-Priority-Jobs gibt es einen täglichen Austausch. So sind alle permanent am gleichen Wissensstand und können – bei kurzfristigen personellen Ausfällen – schnell reagieren und die Aufgabe finalisieren“, schildert Pelzl. Neben Kommunikation, vor allem auch mit Online-Tools, investiere man zudem in Projektmanagement- Strukturen. Das habe ebenfalls den Vorteil, dass jederzeit allen klar ist, wo personelle Ressourcen gebunden oder frei sind und die Arbeit, auch spontan, wenn etwa Kinder erkranken, „aufgeteilt wird. Alle für einen, einer für alle, sozusagen.“

Die Arbeitszeiten sind so flexibel wie möglich: Von Viertagewochen über Teilzeit und Home-Office bis hin zu längeren Karenzen ist alles in der Agentur vertreten. Auch das wirkt sich laut Pelzl positiv auf die Leistung der Agentur aus – nicht nur, weil das Team motivierter sei, sondern weil etwa er selbst es genieße, „mir Nachmittage freizunehmen, um Zeit mit der Familie zu verbringen und stattdessen am Abend nochmals für die Arbeit aktiv zu sein“. Damit steht er etwa für Abendtermine und Bearbeitung von Kundenwünschen außerhalb der Bürozeiten zur Verfügung.

Nicht zuletzt profitiert auch das Unternehmen selbst: Bei Hartinger verhehlt man nicht, dass die familienfreundliche Ausrichtung als Anreiz geschaffen wurde, „um gut ausgebildete Fachkräfte mit Erfahrung zu finden“ und „an das Unternehmen zu binden“. Zwar berge das System, vor allem bei längeren Abwesenheiten, auch „Herausforderungen“; die würden aber durch „die höhere Motivation und vor allem die gesteigerte Loyalität dem Unternehmen gegenüber jedenfalls aufgewogen“.

stats