Ethik-Rat für Österreichs PR-Branche
 

Ethik-Rat für Österreichs PR-Branche

PRVA forciert die Selbstkontrolle und erweitert den Ehrenkodex.

Mit den aktuellen Maßnahmen sagt sie PR-Branche unseriöser PR-Arbeit wie Schleichwerbung, Rufmord oder Koppelung von Inseraten, den Kampf an. In der Generalversammlung des Public Relations Verband Austria (PRVA) wurde Professor Wolfgang Langenbucher, Vorstand des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien, zum Vorsitzenden des neu gegründeten Ethikrates ernannt. Die unanhängige Institution wird Mißstände und unseriöse Praktiken aufzeigen, die der PR-Branche selbst oder ihrem Ansehen schaden, die Betroffenen werden öffentlich gerügt. "Wir wollen uns damit von den schwarzen Schafen distanzieren", betont PRVA Generalsekretär Edward Strasser die Notwenigkeit des Rates. Langenbucher wird sich zu diesem Zweck im Laufe des ersten Halbjahres zehn Ratsmitglieder zur Seite wählen, die aus der PR-Praxis kommen sollen. Der verpflichtende Ehrenkodex für die Mitglieder des PRVA wurde außerdem erweitert, insgesamt 24 Artikel definieren nun seriöse PR-Arbeit, wie zum Beispiel die notwendige Kennzeichnung von Textinseraten.

Bei den Eckdaten des Ethik-Rates hat sich der PRVA das Modell des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR) zum Vorbild genommen, verfügen die Nachbarn doch schon seit zwanzig Jahren über eine solche Einrichtung. Aus diesem Grund wurde Jürgen Pitzer, der erste stellvertretende Vorsitzende des DRPR, zur Generalversammlung eingeladen. "Eine solche Einrichtung ermöglicht auch eine bessere Selbsteinschätzung und die Erschaffung von festen Werten. Zudem unterstützt der Ethik-Rat einen glaubwürdigeren Auftritt der PR-Branche", berichtet Pitzer aus der Praxis. Der Ethik-Rat soll noch im heurigen Jahr seine Arbeit aufnehmen.

(meg)

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