Erste-Pitch: Wie es jetzt weitergeht
 

Erste-Pitch: Wie es jetzt weitergeht

Erste Präsentationsrunde Anfang Oktober – Mediaagenturen erhalten eigenes Briefing

Die Finalisten in der Wettbewerbspräsentation um den Etat der Erste Group stehen also fest, in der kommenden Woche finden die Briefing-Gespräche statt. Anfang Oktober treten die vier Tandems aus Kreativ- und Mediaagentur zur ersten Präsentationsrunde an – Kreativkonzepte und Mediastrategien werden zunächst also im Doppelpack präsentiert. „Wir legen sehr großen Wert auf eine integrierte Abwicklung unseres Etats, deshalb bitten wir in dieser ersten Runde Kreativ- und Mediaagenturen zur gemeinsamen Präsentation“, sagt Philipp List, Marketingleiter der Erste Group. Danach erhalten die Mediaagenturen jedoch ein eigenes Briefing, einen konkreten „Buying-Case“ sowie einen „Planning Case“, also konkrete Aufgabenstellungen für alle acht Märkte, in denen die Erste Group vertreten ist. Die Ergebnisse werden unter Hinzuziehung des englischen Media-Audit-Büros Fairbrother evaluiert. Hier trennt sich also der Vergabeprozess und List legt Wert auf die Feststellung, dass die „Tandems von uns nicht zwangsverheiratet werden.“ Sollte also eine Mediaagentur das Nachsehen haben, bedeutet das keineswegs auch das automatische Aus für die jeweilige Partner-Kreativagentur und umgekehrt. „Es ist für uns durchaus vorstellbar, dass Kreativ- und Mediaagentur aus unterschiedlichen Netzwerken kommen.“





Shortlist war „schwierige Geburt“



„Ganz ehrlich: die Auswahl der Shortlist haben wir uns leichter vorgestellt. Es waren viele sehr gute Präsentationen dabei“, sagt List über die Nominierung der Finalisten. Für Überraschung sorgt etwa Jung von Matt/Hamburg, insbesondere da die Wiener Dependance mit der Unicredit Bank Austria einen gewichtigen Wettbewerber der Erste Group auf der Kundenliste führt. List dazu: „Es gibt – außer dem Etathalter Young & Rubicam – wahrscheinlich kein einziges Netzwerk, das nicht in irgendeinem Land einen Kundenkonflikt hat. Es obliegt allein den Agenturen, diese zu lösen.“ Ebenfalls unerwartet: Das Antreten der Omnicom als Gesamt-Netzwerk. Bislang wurde allgemein vermutet, dass DDB Berlin mit guten Karten ins Rennen geht – die Omnicom tritt nun aber mit einem überregionalen „Best-Of“ ihrer Agenturmarken TBWA, DDB und BBDO an. Auch als Netzwerk am Start: Havas Advertising, hierzulande und in den meisten – aber nicht allen – Märkten mit der Euro RSCG vertreten.

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