Eklat um Etat der Kärnten Werbung
 

Eklat um Etat der Kärnten Werbung

Der Kärntner Fachgruppenvorsteher Albin Dieringer zeigt Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe des Millionenetats der Kärnten Werbung auf.

Kärntens Werbeszene ist in heller Aufregung. Auf Umwegen wurde bekannt, dass ein 22,5 Millionen Schilling-Etat für Imagewerbung der Kärnten Werbung unmittelbar vor der "freihändigen Vergabe" stand. Kärntens Werbechef Werner Bilgram wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Wir hätten gar keinen Auftrag vergeben!" Das wiederum kann die Fachgruppe nicht glauben, die erstmals geschlossen und mit Rückendeckung der Wirtschaft gegen eine solche Vorgangsweise auftrat. Kritisiert wird das Ignorieren der EU-Vergabe-Richtlinien (ab 350.000 Euro bedarf es einer EU-weiten Ausschreibung), das Nicht-Einladen von Kärntner Agenturen sowie die Einforderung einer kostenlosen Präsentation. Die Entscheidung über den Pitch war angeblich für 13. Dezember 2001 anberaumt. In der Endrunde standen dem Vernehmen nach vier deutsche Agenturen. Die österreichischen Agenturen Strobelgasse, CCP-Heye, Jung von Matt/Isar und GFB waren bereits ausgeschieden.



Der Streit kreist auch um den Vorwurf, dass der Münchner Bilgram ohnehin eine deutsche Agentur präferiere, da man den deutschen Markt als Zielgruppe anvisiere. Laut Dieringer hat die Kärnten Werbung mittlerweile die Vergabe abgeblasen und wird den Etat neu und richtlinienkonform ausschreiben.

(spr)




stats