Diese 8 EURO-Kampagnen sorgen für viel Gesprä...
 

Diese 8 EURO-Kampagnen sorgen für viel Gesprächsstoff

Carlsberg/Youtube
"Liberté, Egalité, Footballité!" - der dänische Brauereikonzern Carlsberg ist eine jener Marken, die die UEFA Euro 2016 besonders gelungen für sich nutzt. Kreiert wurde die Kampagne von 72andSunny.
"Liberté, Egalité, Footballité!" - der dänische Brauereikonzern Carlsberg ist eine jener Marken, die die UEFA Euro 2016 besonders gelungen für sich nutzt. Kreiert wurde die Kampagne von 72andSunny.

Im Zuge der Fußball-Europameisterschaft werben internationale und heimische Unternehmen mit Starkickern, Humor, Emotionen und nackter Haut - HORIZONT sah sich an, welche Werbeoffensiven bis dato besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Knapp zwei Wochen nach dem Anpfiff der Europameisterschaft in Frankreich hat das Fußballfieber wohl beinahe jeden angesteckt - und selbst jene, die sich nicht dafür interessieren, ob das Runde im Eckigen landet, kommen nicht drumherum, sich mit dem sportlichen Großereignis zu befassen. Denn: auch in der Werbung ist die EURO 2016 allgegenwärtig. Zeit, sich anzusehen, welche nationalen und internationalen Marken die Europameisterschaft besonders gelungen - oder zumindest aufsehenerregend - für sich nutzen.

1. "Everyone's Fanhansa"

Ungewollt müssen zwei englische Fußballfans ihren Flug nach Frankreich mit der Lufthansa antreten. "We are flying with the Germans?", fragt einer der beiden Protagonisten entsetzt und betritt daraufhin einen Flieger voller Klischees - Volksmusik, Würstchen mit Sauerkraut, Bier, das in Strömen fließt und eine Kuckucksuhr machen die Reise für den Engländer zu einem Albtraum, aus dem er schließlich erwacht. Kreiert wurde die humorvolle Kampagne von der Hamburger Kommunikationsagentur Kolle Rebbe, Benita Struve, Leiterin Marketing-Kommunikation der Lufthansa, erklärte dazu gegenüber HORIZONT Deutschland: "Eine Premium Marke hat auch die Verantwortung, die Menschen zu unterhalten. Das tut der Spot perfekt. Aber er macht noch viel mehr: Er zeigt ein phantastisches Reiseerlebnis der beiden Fans. Ganz anders als sie sich das vorgestellt haben. Man spürt die Qualität der Marke auf eine sehr charmante und souveräne Art und Weise. So wird Premium vermittelt, ohne elitär zu sein."

2. "If Carlsberg did La Révolution...

... it would probably be the best in the world." Liberté, Égalité, Fraternité (zu deutsch: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit) - die Werte der französischen Revolution werden in Carlsbergs detailreichen EM-Kampagne leicht adaptiert wieder aufgegriffen, "Liberté, Egalité, Footballité!" heißt es hier. Die Kampagne, kreiert von der vielfach dekorierten Agentur 72andSunny, ehrt zudem Marcel Desailly, den französischen EM-Helden aus dem Jahr 2000 - er fungiert als Hauptprotagonist.

3. Mars '#Believe'


Angeführt von den englischen Nationalspielern Danny Welbeck, Harry Kane und Jamie Vardy kämpft sich eine Armada an Angelsachsen aus den verschiedensten Epochen durch den Ärmelkanal, um Frankreich zu entern - als Energiekick ist ein Mars-Schokoriegel auf dem gesamten Weg mit dabei. Kreiert wurde die Kampagne von der Agentur Abbott Mead Vickers BBDO, das satte Budget der Werbeoffensive betrug rund fünf Millionen Pfund. Präsent ist die Kampagne nicht nur im TV, Kino, Radio und in digitalen Medien, sondern auch auf der Verpackung der Schokoriegel - auf diesen ist in einer limitierten Edition zur Zeit der EM das Wort "Believe" zu lesen.

4. Nike Football Presents: Half-time Speech 

Wieden + Kennedy Amsterdam hat für den Sportartikelhersteller Nike eine Kampagne umgesetzt, die selbst Fußballbanausen mitreißen könnte. Denn: im Spot hält der türkische Nationalmannschaftskapitän Arda Turan eine flammende Rede, um seine Mannschaft zu motivieren - freilich, die Rede entstand nicht wirklich während eines Spiels, Turan soll allerdings an der Entstehung des Textes selbst aktiv mitgewirkt haben. "Wir verlieren nicht, wenn wir verlieren - wir verlieren nur, wenn wir aufgeben", erklärt der FC Barcelona-Kicker auf Türkisch. Aber: auch ohne Untertitel versteht man, worum es geht.

5. Media Markt - #Euronautovic

Als Werbegesicht von Media Markt Österreich stellt Marko Arnautović seine Französischkenntnisse mit einem verschmitzten Grinsen unter Beweis - vorbei die Zeiten, in denen er als "Bad Boy" betitelt wurde. Dirnberger de Felice Grüber und Media Markt schicken den Stoke City-Spieler im Rahmen der Werbeoffensive zum Französisch-Unterricht, zusätzlich zu mehr als einem Dutzend TV-Spots ist die Kampagne auch Online und am Point of Sale präsent.

6. Almdudler Almflitzer

Bereits seit Anfang April ist Almdudler mit seiner Flitzer-Edition im österreichischen Handel vertreten, kurz darauf folgte bereits die entsprechende Kampagne zur Fußball-EM. Im Spot läuft ein Flitzer-Pärchen über einen Fußballplatz und wird von Ordnern gejagt, zum Schluss genießt die nackte Dame eine Flasche Almdudler. Für mediales Aufsehen sorgte die Kampagne nicht nur aufgrund der nackten Haut, sondern weil es sich bei der Protagonistin um die tschechische Pornodarstellerin Marketa Stroblova, auch bekannt als "Little Caprice", handeln soll.

7. "I bin a kika"

... mit diesem treffenden Slogan wirbt David Alaba seit einigen Monaten als Testimonial des Einrichtungshauses kika. Für die Umsetzung der Kampagne ist Münchner Werbeagentur Barcode verantwortlich, präsent ist sie bereits seit Ende Februar im Fernsehen, im Radio, Out of Home, auf Prospekten, Flyern, der Kundenkarte und am Point of Sale, mit Alaba als Markenbotschafter will das Unternehmen vor allem bei der jüngeren Zielgruppe punkten.

8. bet-at-home.com- Life is a game

Mehr als 20 Beschwerden sind beim Österreichischen Werberat zur EM-Kampagne von Bet-at-Home eingetroffen - Marion Gebhart, Leiterin der Frauenabteilung der Stadt Wien, meinte gar, man bewege sich an der "Grenze zum sexuellen Übergriff." Nachdem der Werberat die Kampagne prüfte, hat man bet-at-home nun dazu aufgefordert, ebendiese zu beenden oder das Sujet zu ändern. Denn: die Entscheidung bezieht sich nicht auf den TV-Spot, sondern auf die Sujets in Print, Online und auf Plakaten. Die Mehrheit der Werberäte sieht in der Werbung eine Verletzung des Ethik-Kodex der Österreichischen Werbewirtschaft. Konkret geht es um das Verbot von geschlechterdiskriminierender Werbung. Mehr dazu lesen Sie hier.   
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