Die Jugend findet Werbung fad
 

Die Jugend findet Werbung fad

Untersuchung der FH Wien-Studiengänge der WKW stellt Jugendmarketing kein gutes Zeugnis aus.

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit am Institut für Marketing- und Salesmanagement der FH Wien-Studiengänge der WKW befragte Sibylle Maurer mehr als 200 Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren über ihre Meinung zu Werbung für Jugendliche. Das Ergebnis Umfrage im Rahmen der Diplomarbeit „Zielgruppenpräsenz im Jugendmarketing am Beispiel von Print- und Outdoorkampagnen“ ergab: Ein Großteil der Befragten empfindet die für Jugendliche konzipierte Werbung als langweilig, störend und unehrlich. Bei spontanen Nennungen zur Werbung äußerte ein großer Anteil der Befragten negative Assoziationen. Langweilig, störend und unehrlich fiel 95 der Befragten zu Werbung ein. Zu den 59 positiven Nennungen zählten modern, unterhaltsam und interessant. Bei der Frage nach „Werbung, die besonders gefällt“ stachen in den Kategorien Getränke, Fastfood oder Handys einzelne Marken hervor, indem sie von den Jugendlichen spontan namentlich genannt wurden.  

Die Befragten fühlen sich von der Menge der dargebotenen Werbung überrollt. Am liebsten sehen die Jugendlichen Werbung am Plakat oder im Fernsehen, gefolgt von Zeitschriften und Veranstaltungen. Nur zehn Prozent gaben an, Werbung gerne in Zeitungen zu sehen. 80 Prozent gaben zwar an, Werbung im Internet zu konsumieren, doch nur für zwei Prozent handelt es sich beim World Wide Web um ihr liebstes Werbemedium. Ähnlich verhält es sich beim Radio, das zwar 70 Prozent der Befragten konsumieren, jedoch geben nur sechs Prozent Radiowerbung als liebste Werbung an. Die männlichen Befragten geben sich gegenüber Werbung deutlich skeptischer als die weiblichen. Die 13- bis 17-Jährigen finden Werbung tendenziell weniger interessant und informativ als die Gruppe der 18-bis 20-Jährigen. Für die Jüngeren wird Werbung eher als Zeitvertreib eingestuft, denn als Produktinformation.  







 
Die Untersuchung: 212 Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren nahmen an der Onlinebefragung von Sibylle Maurer im Februar und März 2008 teil. 66 Prozent der Befragten waren weiblich, 34 Prozent männlich.


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