Deutscher Werbemarkt weiter auf Talfahrt
 

Deutscher Werbemarkt weiter auf Talfahrt

Die Brutto-Werbeaufwendungen lagen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 6,1 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Trotz aller medialer Bemühungen - auch beim deutschen Werbemarkt ist noch keine Trendwende in Sicht. Die Brutto-Werbeaufwendungen im Juli 2002 lagen um 5,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Das ist das Ergebnis des aktuellen Werbebarometers von Nielsen Media Research für Deutschland. Der Rückgang fällt noch drastischer aus, betrachtet man den Zeitraum Januar bis Juli 2002 mit dem Vergleichszeitraum des Vorjahres: 590 Millionen Euro wurden heuer in diesen sieben Monaten weniger in Werbung investiert, das entspricht einem Minus von 6,1 Prozent. Insgesamt wurden 9,16 Milliarden Euro in den klassischen Medien investiert.

Vom Rückgang besonders stark betroffen sind die Aufwendungen für Finanzanlagen. Hier schrumpften die Spendings um satte 52 Prozent. Für die Bereiche Telekommunikation und Spezialversender wurde 21 beziehungsweise 28 Prozent gespart. Ihre Werbeausgaben erhöht haben dagegen die Waschmittelhersteller (plus 29 Prozent), Kunst und Kultur (plus 21 Prozent) und die Anbieter von Audio- und Videogeräten (plus 56 Prozent).

Die größten Einbußen hat das Fernsehen zu verzeichnen, nämlich minus sieben Prozent. Es folgen die Publikumszeitschriften mit einem Minus von 6,5 Prozent, das Radio geht um 5,3 Prozent zurück und die Tageszeitungn sinken um 4,7 Prozent.

(dodo)

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