Deutscher Werbemarkt 2008: +0,7 Prozent
 

Deutscher Werbemarkt 2008: +0,7 Prozent

Euro und Olympia konnten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Jahresschnitt noch aufheben.

2008 scheint es gute und weniger gute Zeiten gegeben zu haben. In Summe konnte die deutsche Werbewirtschaft dennoch mit einem leichten Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abschließen, meldet Nielsen Media Research. Euro und Olympia wirkten sich durchaus positiv aus, denn Quartale zwei und drei waren ausgeglichen, der August verzeichnete sogar Bruttowerbeaufwendungen von plus 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.  Dafür lag Q1 und Q4 im Minus, der Dezember sogar bei minus 3,7 Prozent.

Eine regelrechte "Bank" stellen wieder einmal die krisenerprobten Handelsorganisationen dar. Sie verteidigen mit Bruttowerbeinvestitionen in Höhe von 2,0 Milliarden Euro und einem Plus von 5,4 Prozent die vorderen Plätze des Werberankings. Am meisten investierten hier wiederum die Discounter Aldi (362 Millionen Euro) und Lidl (285 Millionen Euro). Auf Rang 1 des Gesamtrankings liegt Media-Saturn (480 Millionen Euro), Rang 2 belegt Procter & Gamble mit 386 Millionen Euro. 

Ordentlich gespart haben dagegen die Autobauer. Sie schließen das vergangene Jahr mit einem Minus von 10,3 Prozent ab und kommen damit auf Werbeinvestitionen von 1,4 Milliarden Euro. Zu den großen Sparern zählen vor allem Toyota (minus 48 Millionen Euro) und VW (minus 28 Millionen Euro). Aber nicht alle traten auf die Bremse. Renault zum Beispiel steigerte seine Werbeausgaben um 17 Millionen Euro. Auch die Finanzbranche reduzierte mit einem minus von 72 Millionen Euro ihre Werbespendings drastisch. 

Unter den einzelnen Mediengattungen konnten nur TV (4,5 Prozent) und Plakat (2 Prozent) ein Plus verbuchen. Alle anderen mussten ein Minus hinnehmen.

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