Deutsche Werbewirtschaft hofft
 

Deutsche Werbewirtschaft hofft

Nach einem rabenschwarzen Jahr 2009 hofft die deutsche Werbewirtschaft auf eine allmähliche Erholung.

Die Branche erwartet in diesem Jahr maximal ein Umsatzplus von einem Prozent. Möglich sei aber auch ein erneutes Minus von 2,5 Prozent, warnte der Sprecher des Zentralverbands der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW), Volker Nickel, am heutigen Dienstag in Berlin. Erst 2011 erwarte er mit plus 2,5 bis 3,5 Prozent deutlich mehr Wachstum.

Im Rezessionsjahr 2009 schrumpften die Werbe-Umsätze um sechs Prozent auf 28,84 Milliarden Euro - so stark wie noch nie. Davon gingen laut ZAW die Nettoerlöse der Medien sogar um 9,8 Prozent auf 18,37 Milliarden Euro zurück. Am schlimmsten traf es die Wochen- und Sonntagszeitungen, die 21,6 Prozent weniger Anzeigenerlöse hatten. Danach kamen die Fachzeitschriften mit minus 17,4 Prozent, die Publikumszeitschriften mit minus 16,8 Prozent sowie die Tageszeitungen mit minus 15,5 Prozent.

Der ZAW-Vorsitzende Michael Kern sagte, in den Tageszeitungen seien die Stellenangebote zurückgegangen. Auch hätten die Markenartikler ihre Werbung verringert. Bei den Publikumszeitschriften gehe der Rückgang auf die Auto- und Finanzbranche zurück. Bei den Fachzeitschriften sei es die Werbe-Zurückhaltung der Ausrüstungs- und Investitionsbranche gewesen. Von 13 erfassten Werbeträgern hatten nur Online-Angebote einen Zuwachs, und zwar um 1,3 Prozent. Nickel verwies aber darauf, dass dieser Werbeträger in den Jahren viel kräftiger gewachsen war: plus 49 Prozent 2006, plus 39 Prozent 2007 und plus neun Prozent 2008.

(Quelle: APA/apn)
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