Deutsche Werbekonjunktur schwächelt
 

Deutsche Werbekonjunktur schwächelt

In den ersten vier Monaten dieses Jahres stiegen die Brutto-Werbeausgaben bei unseren Nachbarn nur um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Die Werbekonjunktur in Deutschland schwächelt", verkündet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) gegenüber dem Handelsblatt. Laut Nielsen Media Research stiegen die Brutto-Werbeausgaben in den ersten vier Monaten dieses Jahres nur um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2007 waren die Umsätze im Gesamtmarkt noch um zwei Prozent auf über 30 Milliarden Euro gestiegen. Die Werbeagenturen selbst hatten letztes Jahr um sieben Prozent zugelegt. Die GWA prognostieziert für heuer einen Rückgang auf fünf bis sechs Prozent. Serviceplan-Chef Florian Haller rechnet mit noch weniger: "Ich halte zwei bis drei Prozent für realistisch". Auch Grey-Chef Uli Veigel beurteilt den Werbemarkt derzeit als "schwierig". Die Werbeflaute liegt offenbar vor allem an drei Entwicklungen: Wegen steigender Rohstoffpreise sinken die Marketingausgaben von Lebensmittelherstellern, die Konsumstimmung ist insgesamt gedrückt. Die Kontroverse um die Rabattmodelle der Fernsehsender hat die Kunden verunsichert. Und auch der Trend zur Online-Werbung nebst kurzfristiger Mediaplanung setzen dem klassischen Geschäft zu.







Quelle: Handelsblatt
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