Dasuno: Ein Tanz mit Traditionen
 

Dasuno: Ein Tanz mit Traditionen

Dasuno
Susanne Safer (links) ist bei Dasuno für den Client Service zuständig, während Nora Sri Jascha die Kreativchefin ist.
Susanne Safer (links) ist bei Dasuno für den Client Service zuständig, während Nora Sri Jascha die Kreativchefin ist.

Die Agentur Dasuno hat das Plakat des diesjährigen Wiener Opernballs entworfen. Hinter der bunten Collage stehen die zwei Werberinnen Nora Sri Jascha und Susanne Safer, mit einer Leidenschaft für Wiener Tradition.

Als im Oktober letzten Jahres das Agenturtelefon klingelte, war das der Startschuss für zwei Monate intensiver Arbeit. Maria Großbauer, die heuer erstmalig den Wiener Opernball organisiert, hatte anstatt eines Einzelkünstlers für das diesjährige Opernball-Plakat eine Agentur ins Auge gefasst: Dasuno wurde ausgewählt, um das oft als Sammlerstück begehrte Plakat zum Ballabend zu gestalten.

„Gerade für ein Wiener Unternehmen ist das eine große Sache und ein besonderer Auftrag“, erzählt Nora Sri Jascha, Geschäftsführung und Kreation von Dasuno.Auf dem Plakat kommen in Form einer Collage und unter dem Motto „Alles Oper“ die verschiedensten Facetten der Opernwelt zusammen. Eine elegante Gesellschaftsdame und ein Vogelkäfig verweisen auf die Uraufführung von Mozarts Zauberflöte eine Rose spielt auf den für die Staatsoper so wichtigen Rosenkavalier an.

Originalfotos und Illustrationen zeigen Sänger, Balletttänzer, Instrumente und Bühnenbilder. Es ist das Verzahnen von Tradition und Moderne, das in gewisser Weise auch die Arbeit der Agentur widerspiegelt. Die Werbeagentur wurde 1999 von drei Designerinnen gegründet. Eine davon war Kreativchefin Nora Sri Jascha, die heute zwar nicht mehr mit den Dasuno-Gründerinnenzusammenarbeitet, sich aber 2004 Susanne Safer als Verstärkung für die Kundenberatung holte.

Die beiden Wienerinnen kennen sich noch aus Schulzeiten und arbeiten in einer dementsprechenden Vertrautheit miteinander. Die Agentur betreut große internationale Kunden wie Christian Dior oder Giorgio Armani – und doch schlägt das Designerinnenherz für Wiener Tradition. Es sind Arbeiten für das Kaffeehaus Hawelka, die exklusiven Papierwaren von Huber & Lerner oder für die Wiener Philharmoniker, die den hohen gestalterischen Anspruch und die Begeisterung für das moderne Auftreten von Tradition zeigen.

Hierbei entwickeln sie im Grafikdesign alles, vom Logo über Packaging, vom Corporate- bis Webdesign.Einer der ersten Traditionsbetriebe, die ihre Marke in die Hände von Dasuno gaben, war Manner. „Für eine gebürtige Wienerin, die mit den Rumkugeln oder Dragee Keksi aufgewachsen ist, ist es natürlich besonders spannend, das traditionelle Packaging in die Gegenwart zu holen“, so Safer. Veränderungen müssen insbesondere bei alteingesessenen Marken vorsichtig stattfinden.

Es wird immer wieder abgewogen, wie viel Veränderung passieren muss und wie viel passieren darf. Neue Zielgruppen sollen erschlossen und alte behalten werden. „Wichtig ist die Wertschätzung der Marke“, betont Jascha und ergänzt: „Wir schauen hinein in den alten Fundus und entdecken voller Begeisterung Sachen, die wir neu interpretieren können.“ Die beiden sind überzeugt davon, dass es viele mutige Traditionsbetriebe in Österreich gibt, die eine moderne Umsetzung angehen wollen, „natürlich immer in Anbetracht der Geschichte, die sie mit sich tragen, denn das gibt dem Unternehmen seine Authentizität.“

Neuster Kunde bei Dasuno is die Wiener Schuhmanufaktur Ludwig Reiter. Der Luxusmarke wollen die beiden Kreativköpfe als nächstes einen neuen Schliff verpassen. Auch für den Wiener Opernball balancieren sie grafisch zwischen der historischen Veranstaltung und dem Glanz einer modernen Ballnacht. Und da wollen beide heuer erstmals selbst zum Ball und einen Tanz auf den traditionellenParkett wagen.
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