CCA-Goldkampagne vom ADC disqualifiziert
 

CCA-Goldkampagne vom ADC disqualifiziert

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Favoritenspot zum Wettbewerb des ADC Deutschland wegen "Kupfer" aus dem Wettbewerb gekippt.

Kopfschütteln unter deutschen Journalisten löste eine Entscheidung des Art Directors Club Deutschland (ADC) aus, die wenigen Stunden bevor das Jury-Ergebnis definitiv wurde fiel. Der ADC nahm den Spot "Kinder", von der DDB Group Germany für den Kunden Volkswagen umgesetzt, im Vorfeld der Medaillen-Vergabe am vergangenen Samstag (19. März 2005) in Berlin aus dem Rennen. Bei der Pressekonferenz zur Präsentation der ADC-Sieger in Berlin gab es rund um diese Disqualifikation einen kleineren Konflikt zwischen den anwesenden Journalisten und jenen ADC-Vorstandsmitgliedern, die ihnen Rede und Antwort standen. Der DDB-Spot wurde bereits mehrfach international ausgezeichnet.



Nachdem ein Jury-Mitglied den Hinweis lanciert hatte, es gebe bereits einen ähnlichen Film, recherchierte der ADC und konnte den Spot auch tatsächlich auftreiben. Drei Juries hätten den Spot begutachtet und seien zu dem übereinstimmenden Urteil gekommen, dass es die Idee schon einmal umgesetzt wurde, betont ADC-Vorstandssprecher Michael Preiswerk. Man wolle zwar der DDB nichta bsichtliches Kupfern vorwerfen, so der ADC-Sprecher, wollte aber auch keine Idee prämieren, die bereits einmal umgesetzt wurde.



Nachträgliches Disqualifizieren beim ADC gilt übrigens nicht, denn die Jury-Entscheide werden als Tatsachenentscheide behandelt. Beim Wettbewerb des CCA in Österreich hatte der inkriminierte VW-Spot jeweils Gold in den Kategorien "TV-Spots" und "Kino-Spots" geholt.

(as)

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