Brösel im Fachverband
 

Brösel im Fachverband

Die gestrige Ausschuss-Sitzung des Fachverband Werbung und Marktkommunikation endete mit einem Knalleffekt.

Die gestrige Ausschuss-Sitzung des Fachverband Werbung und Marktkommunikation endete mit einem Knalleffekt.

Unter Führung des Salzburger Fachgruppen-Vorstehers Walter Ruttinger wurde ein Dringlichkeitsantrag eingebracht, der die Entwicklung der Personal- und Kostenstruktur im Fachverband zum Thema hat.
Unter dem Motto "Der Fachverband ist viel zu teuer und leistet zu wenig" formierte sich hinter Ruttinger eine geschlossene Länderfront. Im Mittelpunkt des Zorns steht dabei die Struktur des Fachverbandes und nicht die Person Karmasin, wie Ruttinger im Gespräch mit horizont.at unterstreicht. Verschärfend gesellt sich hinzu, daß die Eintragungsgebühr für Mitglieder politisch gekappt werden soll. Für die Bundesländer-Fachgruppen bedeutet dies eine Budgetreduktion von 40 Prozent. Die pro Mitglied von den Bundesländern an den Fachverband abzuliefernde Poll-Tax soll hingegen aufrecht bleiben. Ruttinger: "Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß der Fachverband die Fachgruppen in den Bundesländern wie einen Selbstbedienungsladen betrachtet." Bis zur nächsten Versammlung am 29. Juni soll der Fachverband ein Konzept zur Kostenoptimierung und Leistungstransparenz erstellen. Nicht ausgeschlossen ist, daß es strukturell in Hinkunft zu einer "Gewaltentrennung" zwischen "institutioneller Repräsentanz" und "operativer Geschäftsleitung" kommt.

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