Blick in die Bundesländer : Sichtbarkeit als ...
 
Blick in die Bundesländer

Sichtbarkeit als Erfolgsgarant

Europark; Agentur: Sudio Steinwender
Progress wirbt für den Europark. Sekundenschnellen, digitalen Plakaten gehört die Zukunft.
Progress wirbt für den Europark. Sekundenschnellen, digitalen Plakaten gehört die Zukunft.

In den Bundesländern spüren Player die ­Vorsicht der Kunden und die Notwendigkeit, wieder stärker präsent zu sein. Menschen zeigen sich gerade wegen coronabedingter Einschränkungen stärker empfänglich für positive Reize – und sie bleiben mobil. 

Laut Focus Werbebilanz lagen die Bruttoausgaben für Out of Home in Österreich bei 265 Millionen Euro. Zwar ist das ein Rückgang von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, den Einschränkungen des öffentlichen Lebens geschuldet, allerdings seien „viele Kampagnen nicht abgesagt, nur verschoben worden,“ so Fred Kendlbacher, Geschäftsführer der Salzburger Progress Außenwerbung. Dies sei für ihn ein Zeichen für die „Schlagkraft des Mediums und das hohe Vertrauen, das die Werbewirtschaft unseren Werbeträgern und unserem Media-Mix entgegenbringt.“

Dabei haben sich die Außenwerber in den Bundesländern an die Gegebenheiten angepasst, auch in ihren – flexiblen – Buchungsmöglichkeiten. So ist man sich beim Ankünder in Graz auch bewusst, dass „Außenwerbung weiter boomen wird, weil Menschen mobil bleiben“, sagt Dieter Weber, CEO beim Ankünder. Es sei zwar eine andere Mobilität, allerdings breche die „Wahrnehmung im öffentlichen Raum nicht ab“. Jetzt heiße es erst recht, „Kaufanreize mit gezielter Außenwerbung genau dort zu setzen, wo die Zielgruppe unterwegs ist“. Denn: Die Kauflust ist da und die Menschen seien empfänglich für positive Reize.

Digital am Vormarsch

Trotz oder gerade aufgrund der Pandemie steht auch die Produktentwicklung im Vordergrund – besonders in Sachen Digital-Out-of-Home, das bereits 14,4 Prozent Umsatzanteil am gesamten OOH-Markt in Österreich ausmacht, so der Magna Global Report. Auch die Player im Süden setzen deshalb auf Digital-Out-of-Home: In Graz wurde das digitale Netz verdichtet, der Hauptplatz zu 100 Prozent digitalisiert und man habe am Ausbau der Angebote rund um Transport-Media gearbeitet, so Weber.

Auch im Westen merkt man die anhaltend positive Stimmung rund um Digital-Out-of-Home. Kunden entdeckten immer „stärker die Bewegtbildfaktoren und andere dynamische Elemente“, so Kendlbacher. Auch er sieht eine gewisse „Konstanz bei Transport-Media“, die sowohl in der Stadt Salzburg oder in Innsbruck, aber auch an den Routen, die durch andere Bezirkshauptstädte führen, vorhanden ist.

Innovationen gegen die Krise

In Salzburg heißt die Devise „Glokalisierung“, so Kendlbacher. Progress bindet dabei nationale Kampagnen in internationale ein, „da wir in den Gewista/JC-Decaux-Konzern eingebunden sind und lokale Kampagnen als Umsatz- und Ertragsdriver an Bedeutung gewinnen“.

Dabei stehen für Progress nicht nur digitale Citylights, sondern auch digitale Megaboards oder Energy-Stations mit einer DOOH-Infrastruktur im Fokus. Interessant sei auch der Umstand, dass Out of Home „immer stärker auch für qualitative Personalsuche genutzt“ werde. Der Ankünder in Graz hat für Innovationen eine eigene Unit geschaffen und setzte auch im vergangenen Jahr vermehrt auf 360-Grad-Transport-Media-Konzepte: Ob ein DJ in der Straßenbahn auflegt oder ein Politikinterview dort stattfindet – Idee, Konzept, Umsetzung und Medienbetreuung sind inklusive.

„Noch nie konnten so viele Totallook-Brandings bei Straßenbahnen und Bussen realisiert werden“, sagt Geschäftsführer Bernd Schönegger. 2021 stehe im Zeichen des Sports. Die Merkur Versicherung setze etwa für den neuen Markenauftritt stark auf Außenwerbung.
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