Backstage beim A1-Spot-Dreh
 

Backstage beim A1-Spot-Dreh

HORIZONT hat sich angesehen, wie es bei dem dreitägigen Dreh für die neue Werbekampagne von A1 zuging. Fazit: Ganz schön aufwendig, aber das Ergebnis war es wert - mit Spots & Making-of

„Wir müssen durchs Fenster einsteigen, weil vorne gedreht wird“, heißt es bei der Ankunft auf der Skihütte am Fuße des Ötztaler Gletschers in Tirol. Also schlängeln sich alle, die rein ­beziehungsweise raus wollen, fürs Erste durch eine quadratische Fenster­öffnung an der Seite des hölzernen Hauses. Der Stille der idyllischen ­Berglandschaft folgt sogleich fröhliches Kindergeschrei. Denn neben den Ski-Assen des ÖSV (unter anderen sind Mario Matt, Michaela Kirchgasser, Klaus Kröll, Marcel Hirscher, Anna Fenninger, Marlies Schild und Benni Raich am Dreh beteiligt) spielen Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren die Hauptrolle in den neuen Werbespots von A1. Und dem Kreativkonzept entsprechend stehlen die Kids den Großen auf allen Ebenen die Show – auch abseits der Drehs.

Mit der neuen Kam­pagne bewirbt der Kommunikationsanbieter sein 4G-LTE-Netz. Im Kern geht es deswegen um Speed und um die „Next Generation“. Tanja Sourek, Bereichsleiterin Marketing Communications A1 Telekom Austria AG, die kürzlich auch zur IAA-Marketerin des Jahres gewählt wurde, erklärt: „Beim Sport geht es um Präzision und um ­Geschwindigkeit – Attribute, für die wir täglich arbeiten: Nämlich beste Netzqualität und beste Geschwindigkeit im 4G-LTE-Netz von A1.“

Die Geschichte ums Eck erzählen

Die Kreation stammt von WWP ­Weirather-Wenzel & Partner mit der Wiener Werbeagentur Schüller & Heise rund um Philipp Schüller und Matthias Heise. „Die Verbindung schnellstes Internet – schnellstes Team liegt auf der Hand. Für uns lag die Herausforderung darin, die Kampagne eben nicht darauf aufzubauen, dass wir zeigen, wie die Skifahrer die Technologie nutzen, ­sondern dass die ‚Next Generation‘ das ‚alte‘ Team herausfordert und abhängt“, erklärt Schüller. „Unser Ziel war es, eine sympathische Kampagne zu drehen und die Geschichte ums Eck zu er­zählen, statt vordergründige Technik­beweise zu liefern.“

Der Berg ruft

Zur nächsten Dreh-Location geht es hoch hinauf. Mit Sack und Pack begibt sich das rund 40-köpfige Team – be­stehend aus Technikern, den Film­produzenten, den Spot-Protagonisten, Agenturleuten von WWP sowie von Schüller & Heise und selbstverständlich den Verantwortlichen von A1 – via Auto und Gondel auf den Gletscher. Oben angelangt, eröffnet sich dem Betrachter eine Winterlandschaft, mit der man ­Anfang Oktober so gar nicht gerechnet hätte. Aber wir sind noch nicht am ­Drehort angekommen. Alles einsteigen! Das Team nimmt in einer Schneeraupe Platz, die es und das Equipment ein Stück weit hinunter bringt. Mitten auf der Piste stehen also alle im Schnee und warten auf den perfekten „Take“. Im Rampenlicht stehen zwei der Ski-Asse, von hinten kommt eine Handvoll skibegabter Kids auf sie zugerast und hängt die Profisportler gekonnt ab – genauso, wie die vierte Mobilfunkgeneration den bisherigen Standard 3G abhängen soll.

Der nächste Drehtag beginnt zum Unmut des Drehteams verregnet. Dicke Nebelfelder hängen über der Berg­landschaft – auf dem Programm steht eine weitere Outdoor-Szene, die glück­licherweise auch schnell im Kasten ist. Danach wird es im Wellnesshotel Aqua Dome weihnachtlich. Zunächst steht das Fitting für die Ski-Stars und die rund 45 anwesenden Kinder an, was ­einige Zeit in Anspruch nimmt. „Mir ist heiß“, ist nicht nur einmal von den Kleinen zu hören – verständlich, denn sie wurden allesamt in festliche Pullover, Kleider und Westen gewandet. Danach geht’s ans Set: Der Weihnachtsmann und der ÖSV-Sportdirektor Hans Pum warten schon auf die kleinen und großen Stars, umrundet von Geschenken und mit einem festlichen Christbaum im Hintergrund. Die Menge an jungen Darstellern lässt schon vermuten, dass die Sache nicht mit ein, zwei Takes ­getan sein wird. „Du setzt dich hier hin, bei ‚Action‘ gehst du da hin, und bitte noch nicht das Geschenk aufreißen“, sind einige der Anweisungen an die jungen Akteure, die sich beim Dreh trotz ihres Alters sehr professionell verhalten. Und auch dieser Drehtag geht ohne Probleme vorüber, und die TV-Kampagne ist im Kasten.

Sourek über die Herausforderungen beim Spot-Dreh: „Extrem wichtig sind ein gut abgestimmtes Team und hohe Präzision in der Vorbereitung. Denn wir arbeiten mit zahlreichen ­unbekannten Variablen wie zum Beispiel Ausfällen oder dem Wetter. Zusätzlich drehen wir mit Kindern und ­Celebritys. Aber auch die Kinder waren absolut professionell und der Dreh ist glatt gelaufen.“ Bereits zum dritten Mal arbeitete A1 mit der südafrikanischen Regisseurin Leigh Ogilvie zusammen. Auch Claudia Huber, Classic & ­Digital Commu­nications A1, die das Kampagnen­management verantwortet, zeigt sich zu­frieden: „Es ist uns gelungen, ein technisches Thema wie die nächste Entwicklungsstufe der Mobiltelefonie mit einem Augenzwinkern und Humor umzusetzen und es gleichzeitig perfekt mit unserem Sponsoring-Engagement mit dem ÖSV zu verbinden.“

Imagetransfer bei ÖSV und A1

Laut Susanne Speil, Abteilungsleiterin A1 Branding & Sponsoring Events, funktioniert der Imagetransfer zwischen dem ÖSV und A1 hervorragend. „Wir engagieren uns sehr für den Sport, ­unsere zwei großen Themen sind der ÖSV und Beachvolleyball“, erklärt sie. Durch langfristige Partnerschaften könne man viel entwickeln – die neue Kampagne sei ein sehr gutes Beispiel dafür. Auch eigene A1-Logos wie das A1-ÖSV-Logo werden im Rahmen der Sponsoring-Strategie entwickelt. David Gutschi, Account Director von WWP Weirather-Wenzel & Partner: „Eine derartig integrative Umsetzung eines Sponsoring-Engagements ist nicht alltäglich, aber das einzig Richtige und Wirkungsvollste. Und dass die ÖSV-Stars Spaß bei der Umsetzung haben, macht das Projekt zum Vergnügen.“ Sein persönliches Highlight war die ­Gegenüberstellung des großen A1 und des kleinen a1, eine Idee, die aus einer früheren Lehrlingskampagne kommt.

Die Werbeoffensive startete am 18. November; zunächst wird der ­Weihnachts-Spot geschaltet, gefolgt von ­einem Ski- und Sport-konzentrierten Film. Neben TV umfasst die Werbe­offensive auch Schaltungen in klassischen Medien sowie Online-Maßnahmen.

Credits:

Auftraggeber: A1 Telekom Austria AG, Tanja Sourek, Claudia Huber, Susanne Speil, Magdalena Gruber, Alexandra Wasserbauer; Agenturen: WWP Weirather-Wenzel & Partner, Schüller & Heise; Kreation: Matthias Schüller, Philipp Heise, Birgit Hösch, Athanassios Stellatos; Kundenberatung: David ­Gutschi, Angela Batton, Nina Kasbauer, Kathrin Hörl; Filmproduktion: Karin Novotny GmbH; Regie: Leigh Ogilvie; Tonstudio: Cosmix Studios
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