Ausschreibung für Kunstsponsoringpreis „Maece...
 

Ausschreibung für Kunstsponsoringpreis „Maecenas"

Dieser Preis soll Gönner aus der Wirtschaft ehren, ohne deren Unterstützung viele Kunstprojekte vielleicht nicht zustande gekommen wären.

Mäzenaten aus der Wirtschaft, aufgepasst: das Wirtschaftskomitee „Initiativen Wirtschaft für Kunst" vergibt gemeinsam mit dem ORF eine Auszeichnung für aus der Wirtschaft stammende Gönner von Kunstprojekten: Den Österreichischen Kunstsponsoring-Preis „Maecenas". Dieser Preis soll jene aus der Wirtschaft ehren, die Kunstprojekte förderten, die ohne diese Unterstützung vielleicht nicht zustande gekommen wären.

In Wien wurden kürzlich die aktuellen Ausschreibungsbedingungen präsentiert.


2001 soll der „Maecenas" in den Kategorien


* Bester Kunstsponsoring-„Einsteiger",


* Bestes Kunstsponsoring-„Projekt/Klein- und Mittelbetriebe",


* Bestes Kunstsponsoring-„Konzept" vergeben werden.


Die Prämierung erfolgt nach Angaben der Initiatoren nach den Kriterien der Kreativität, der Qualität und der Publikumswirksamkeit, unabhängig von Betriebsgröße und finanziellem Aufwand. Die vergebenen Preise haben rein ideellen Charakter und sind mit keiner finanziellen Dotation verbunden. Anmeldeschluß für den „Maecenas 2001" ist der 21. September 2001. Die Preisverleihung findet dann im November statt.

(ap)



Zu den Details der Ausschreibung:



* Bester Kunstsponsoring - "Einsteiger"


Diese Kategorie ist für jene Unternehmen gedacht, die sich das erste Mal mit Kunstsponsoring befassen und sich somit auf Neuland bewegen. Hierzu gehören auch Formen des Sachsponsorings und Sponsoring in Form finanzieller Hilfestellungen sowie Kunstauftragswerke. Für die Bewertung ist weder die Höhe des finanziellen Betrages noch die Einbindung des Sponsorings in die Unternehmensphilosophie maßgebend; vielmehr sollte mit der Einreichung das Interesse des Unternehmens an Kunst und Kultur zum Ausdruck kommen. In dieser Kategorie können auch Projekte eingereicht werden, die sich mit der Erhaltung von Kulturgut in Österreich auseinandersetzen und seine Weiterentwicklung unterstützen.



* Bestes Kunstsponsoring - "Projekt/Klein- und Mittelbetriebe"


In dieser Kategorie stehen Kunstsponsoring-Projekte von Klein- und Mittelbetrieben im Vordergrund. Diese können erstmalig, aber auch als Bestandteil einer Gesamtkonzeption bereits langfristig vom Unternehmen umgesetzt worden sein. Hierzu gehören sowohl die Formen des Sachsponsorings und Sponsoring in Form finanzieller Hilfestellungen und Kunstauftragswerke als auch die Förderung von Kunstinstitutionen, einzelner Künstler und Projekte, die die Erhaltung und Weiterentwicklung von österreichischem Kulturgut betreffen. Der Preis wird für das beste Einzelprojekt vergeben.



* Bestes Kunstsponsoring - "Konzept"


Diese Kategorie ist vor allem für jene größeren Unternehmen gedacht, die bereits Erfahrung mit Kunstsponsoring haben. Viele Wirtschaftstreibende haben Sponsoring als Marketing- und Kommunikationsinstrument erkannt: Sponsoringprojekte werden bereits als Bestandteil einer durchdachten Gesamtkonzeption geplant. Als Beispiele hierfür gelten u.a. die langjährige Förderung einer Kunstinstitution, einzelner Künstler oder Kunstauftragswerke, oder aber auch Projekte und Konzepte, die sich mit der Erhaltung und Weiterentwicklung von Kulturgut in Österreich auseinandersetzen. Dieser Preis wird für das beste Projekt im Rahmen des Gesamtkonzeptes vergeben. Aussichtsreiche Bewerbungen sollten die Einbindung des Projektes in die Unternehmensphilosophie nachweisen.



* Die Teilnahmebedingungen


Teilnahmeberechtigt sind Wirtschaftsunternehmen, die ihren Firmensitz oder ihre Niederlassung in Österreich haben. Auch Werbe- oder Sponsoringagenturen können für Auftraggeber - nach deren Zustimmung - Einreichungen vornehmen. Bei der Einreichung sind folgende Punkte zu beachten:
- Punkt 1: Die zur Bewertung eingereichten Kunstsponsoring-Konzepte und Projekte können sich sowohl auf österreichische als auch auf internationale Kunst- und Kultureinrichtungen beziehen. Es können daher sowohl Kunstsponsoring-Leistungen, die im Inland erbracht wurden, als auch solche, die im Ausland zum Einsatz kamen, eingereicht werden.


- Punkt 2: Die eingereichten Kunstsponsoring-Leistungen (Produkte, Kampagnen etc.) müssen innerhalb der vergangenen zwei Jahre im In- und Ausland - gemessen vom Zeitpunkt des Einsendeschlusses - präsentiert und durchgeführt worden sein. Es werden nur Konzepte bewertet, die auch realisiert wurden.


- Punkt 3: Ein Unternehmen kann mehrere Projekte gleichzeitig einreichen.


- Punkt 4: Ein und dieselbe Kunstsponsoring-Leistung kann jedoch nur in einer Kategorie eingereicht werden.


- Punkt 5: Der Bewerbung sind alle Unterlagen beizufügen, die der Jury bei ihrer Beurteilung dienlich sein können. Erforderlich ist das Spoinsoring-Konzept mit einer detaillierten Beschreibung des Projektes, des Zieles und der Zielgruppenbestimmungen, sowie deren Streuplan und eventuelle Unterlagen über Erfolgskontrollen. Die eingesandten Unterlagen dienen keiner kommerziellen Weiterverwendung. Sie dienen lediglich der Jury, bestehend aus angesehenen Persönlichkeiten der Wirtschaft, Medien, Kunst und Kultur als Entscheidungsgrundlage für die Preisvergabe. Gegen Entscheidungen der Jury ist der Rechtsweg ausgeschlossen.


- Punkt 6: Die Anmeldung erfolgt mittels der dafür vorgesehenen Formulare (erhältlich bei „Initiativen Wirtschaft für Kunst") und der Einzahlung einer Bearbeitungsgebühr von öS 2.800,-.


- Punkt 7: Einreichungen, die den Bestimmungen nicht entsprechen, können unter Ausschluß des Rechtsweges und ohne Angabe von Gründen zurückgewiesen werden.


- Punkt 8: Der Teilnehmer räumt mit Einsendung der Bewerbung dem ORF das Recht ein, die von ihm eingereichten Projekte im Rahmen der Berichterstattung über die Verleihung des Österreichischen Kunstsponsoring-Preises „Maecenas" sachlich, zeitlich und territorial unbeschränkt und beliebig oft zu senden und öffentlich wiederzugeben.


- Punkt 9: Anmeldeschluß für den „Maecenas 2001" ist der 21. September 2001. Alle Schreiben sind bis dahin an die „Initiativen Wirtschaft für Kunst", Kärntner Straße 8/6, 1010 Wien zu richten. Für Rückfragen stehen die „Initiativen Wirtschaft für Kunst" unter der Telefonnummer 01/512 78 00 oder per e-mail: office@iwk.at zur Verfügung. Die „Maecenas"-Einreichunterlagen sind auch von der IWK-Homepage www.iwk.at abrufbar.



* Die Preisverleihung


Die Preisverleihung findet im November 2001 im Rahmen des „ImperialKunstSalons" im Hotel Imperial statt. Der ORF berichtet über die Veranstaltung. Die vergebenen Preise haben rein ideellen Charakter und sind mit keiner finanziellen Dotation verbunden. Es handelt sich dabei um „Metaskulpturen" der Vienna Collection aus dem Atelier Warlamis Design, die für die Idee des „Maecenas" gestaltet und zur Verfügung gestellt wurden.



* Die Jury


Über die eingereichten Bewerbungen und die Einhaltung der Teilnahmebedingungen entscheidet eine von den „Initiativen Wirtschaft für Kunst" nach sachlichen Gesichtspunkten zusammengesetzte, fachlich ausgewogene Jury in geheimer Wahl. Die Jury ist bei gleichzeitiger Anwesenheit von mehr als der Hälfte der Jurymitglieder beschlußfähig. Sie faßt ihre Beschlüsse nach dem System, daß die Mehrzahl der besseren Plätze entscheidet. Im Fall der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Entscheidung der Jury ist endgültig und unwiderruflich. Sie erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges.



* Die Juroren


Dr. Elisa Bortoluzzi Dubach, eidgenössische diplomierte PR-Beraterin, Zug; Sylvia Eisenburger, Gesellschaft der Freunde der Bildenden Künste, Wien; o. Prof. Wilhelm Holzbauer, Architekt, Meisterklasse Architektur, Wien; Dr. Ludger Hünnekens, Geschäftsführer, Arbeitskreis Kultursponsoring (AKS), Berlin; Hofrat Prof. Dr. Walter Koschatzky, Kunsthistoriker, Wien; Prof. Mag. Richard Kriesche, Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main; Dr. Rudolf Pietsch, Institut für Volksmusikforschung, Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Wien; Otto Hans Ressler, Geschäftsführer, Kunstauktion GesmbH, Wien; Dr. Haide Tenner, ORF-Hauptabteilungsleiterin Kultur, Wien; o.Univ. Prof. Dr. Manfred Wagner, Ordinariat für Kultur- und Geistesgeschichte, Universität für angewandte Kunst, Wien; Vorsitz: Mag. Martin Schwarz, Generalsekretär des Management Clubs, Wien.



* Die Initiativen Wirtschaft für Kunst


Die Initiativen Wirtschaft für Kunst (IWK) ist eine unabhängige Vereinigung von Unternehmen und Wirtschaftstreibenden, die sich zum Ziel gesetzt hat, sinnvolle Wege der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kunst aufzuzeigen. IWK wurde 1987 von Martin Schwarz nach dem Muster der international verankerten Business Committees for the Arts gegründet. Die Initiativen Wirtschaft für Kunst ist Gründungsmitglied und eine Teilorganisation von ¼CEREC?, dem European Committee for Business, Arts and Culture, dem offiziellen Kunstsponsoring-Organ der EU. Seit Herbst 1990 ist die IWK mit Sitz und Stimme in der EU vertreten.

Die IWK organisiert zur Förderung von Wirtschafts- und Kunstbeziehungen Kongresse und Seminare und veranstaltet regelmäßig Vortrags- und Diskussionsrunden. IWK informiert Unternehmen über den Einsatz von sinnvollen Kunstsponsoring-Strategien und -Projekten und die steuerlichen Möglichkeiten, Kunst zu fördern. Die neueste Fachliteratur zum Thema Sponsoring und Eigenpublikation wie etwa der „Sponsoringleitfaden für Unternehmer", die Bücher „Kunstsponsoring I & II", „Marketingfaktor Kunstsponsoring", „Der Österreichische Sponsoringführer" sowie etliche nationale und internationale Studien und Fallbeispiele zum Thema „Sponsoring" sind bei IWK erhältlich.

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