Aus für "Bio"-Tabak-Werbung
 

Aus für "Bio"-Tabak-Werbung

Das Landgericht Hamburg verbietet Santa Fe Natural Tobacco für ihr Produkt "Natural American Spirit" mit dem Zusatz "100% BIO TABAK" zu werben.

Mit dem Begriff "Biotabak" für Tabakerzeugnisse zu werben, ist unzulässig. Das hat das Landgericht Hamburg nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die Santa Fe Natural Tobacco Company Germany GmbH entschieden. Im vergangenen Jahr ging das Unternehmen mit der ersten Bio-Zigarette an den Markt – hergestellt aus Biotabak und mit biologisch abbaubarem Filter. Der Rohtabak erfüllt die Kriterien des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums für ökologischen Landbau und wird ohne Pestizide und künstliche Düngemittel angebaut. Gleichzeitig entspricht der Anbau des Bio-Rohtabaks auch den ökologischen Kriterien der EU-Öko-Verordnung 2092/91. Das Unternehmen warb auf Flyern, die in Gaststätten auslagen, mit dem hervorgehobenen Hinweis: „100% Bio Tabak". Aber Rauchen bleibt auch mit Bio-Tabak potentiell tödlich.  







Das Landgericht Hamburg entschied jetzt in einem vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) angestrengten Verfahren gegen die Santa Fe Natural Tobacco Company Germany GmbH (Urteil nicht rechtskräftig): Werbung mit dem Begriff „Bio-Tabak" sei nach geltender Rechtslage nicht zulässig. Nach Auffassung des Gerichts erwecke die beanstandete Werbung den Eindruck, dass die Tabakerzeugnisse natürlich oder naturrein seien. Dies sei jedoch nach dem vorläufigen Tabakgesetz verboten. Nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes werde der Begriff „Bio" vom durchschnittlich informierten Verbraucher gerade in diesem Sinne verstanden. Auch könne der Begriff „Bio" zu der Annahme verleiten, der Konsum einer solchen Zigarette sei gesundheitlich unbedenklich.  







(Quelle: Glocalist)
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