Analog und digital verbinden
 

Analog und digital verbinden

marke[ding]
Martin Zettl von marke[ding] e. U.: „Dieses Jahr macht die markeding plus eine Pause.“
Martin Zettl von marke[ding] e. U.: „Dieses Jahr macht die markeding plus eine Pause.“

Digitale Elemente, Neuerungen, Nachhaltigkeitsbewusstsein und ausgefallene Ideen als Teil von Kampagnen sind laut Martin Zettl die Trends der Werbeartikelbranche.

Bei der marke[ding] Wien, der Fachmesse für haptische Werbung und visuelle Kommunikation, werden Jahr für Jahr rund 2.000 Besucher gezählt. Und auch heuer waren die Räumlichkeiten der Wiener Hofburg am 6. April gut besucht, als der Messeevent mit mehr als 120 Ausstellern aus neun Nationen seine Pforten öffnete.

In der Trabantenstube gaben parallel fünf Keynote-Speaker Einblicke in ihren Arbeitsalltag und versorgten die Anwesenden mit Inspiration rund um das Thema Werbemittel. Mit dabei war Othmar Fetz, der sich mit der Digitalisierung von Messen und Events auseinandersetzte und Benedikt Ahlfeld, der über die „Geheimnisse des Neuromarketing“ referierte.

Aktuelle Markenartikel-Trends

 „Die Verbindung der analogen mit der digitalen Welt ist ein richtungsweisender Trend“, ist sich Martin Zettl von marke[ding] sicher. „In der haptischen Werbewelt gibt es mittlerweile viele Produkte mit digitalen Funktionen. Mit dem Smart Writing Set von Moleskine lassen sich zum Beispiel handgeschriebene Notizen in Echtzeit auf digitalen Geräten erfassen. Das System besteht aus einem speziellen Buch und Stift sowie einer App. Als B2B-Geschenk ist das ein toller Werbeartikel.“

Gleichzeitig sei in der Branche auch ein erhöhtes Nachhaltigkeits- und Ökologiebewusstsein zu erkennen. Das Material und die Produktion werden zunehmend kritisch hinterleuchtet. Auch Plastiktaschen seien nicht mehr so gern gesehen. Ein Werbeartikel, der Nachhaltigkeit kommuniziert, ist der sogenannte Samenbleistift „Sprout“: Wird der Bleistift zu kurz um damit zu schreiben, kann man ihn einpflanzen und Kräutern, Blumen oder Gemüse beim Wachsen zusehen.

Am unteren Ende befindet sich nämlich eine Samenkapsel. Der Stift ist in 13 Varianten erhältlich (Basilikum, Kirschtomate, Sonnenblume et cetera), besteht aus FSC zertifiziertem Holz und kann mit dem Kundenlogo oder einer Botschaft graviert werden. „Und dann gibt es natürlich auch den Trend zu ausgefallenen Ideen, die man in eigene Kampagnen integrieren kann“, erzählt er und nennt als Beispiel dafür die „Socken die rocken“ von Skarpeta.

Das deutsche Unternehmen verwandelt den Alltagsgegenstand Socke in ein Werbemittel – je nach Kundenwunsch werden Socken mit individuellen Werbebotschaften versehen und eignen sich laut Zettl auch gut als Mailing-Artikel.

marke[ding] plus macht Pause

2017 macht die marke[ding] plus, die traditionell im Herbst in Wels über die Bühne geht, eine Pause und soll nach einem Relaunch erst wieder 2018 stattfinden.

Und auch der marke[ding] award wird erst nächstes Jahr wieder verliehen werden. Laut Zettl soll das Ganze wieder „mehr Pfeffer“ erhalten. Die nächste marke[ding] steht aber schon in den Startlöchern: Am 16. und 17. Mai 2017 findet die Messe zum dritten Mal in Luzern in der Schweiz statt. Mit rund 90 Ausstellern ist die Veranstaltung kleiner als jene in Wien – ist aber ähnlich aufgebaut und bietet ebenso ein Rahmenprogramm für die Besucher
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