Ad Girls Club: 50 Agenturen gegen Sexismus
 
Ad Girls Club

50 Agenturen gegen Sexismus

Valerie Schmidt
Die Initiatorinnen des Ad Girls Club: Isabel Gabor und Lisa Eppel (v.l.)
Die Initiatorinnen des Ad Girls Club: Isabel Gabor und Lisa Eppel (v.l.)

Rund ein Jahr nach Veröffentlichung des Ad Girls Club Manifests, bekennen sich 19 weitere Agenturen in Deutschland zur Selbstverpflichtung gegen Sexismus in der Werbebranche.

Darunter auch die gesamte Omnicom Media Group Germany. Insgesamt kämpfen nun 49 Agenturen gemeinsam für mehr Gleichstellung und Gleichberechtigung. Der Ad Girls Club, bestehend aus den Gründerinnen Lisa Eppel und Isabel Gabor, kämpft seit zwei Jahren gegen das Sexismus-Problem in der Branche. Das Ziel ist ein nachhaltiger Wandel sowie mehr Aufmerksamkeit für die patriarchalischen Strukturen und den Alltagssexismus in Werbeagenturen.

80 Prozent im DACH-Raum bestätigen Sexismus

So bestätigten über 80 Prozent von fast 1.500 Teilnehmenden aus dem gesamten DACH-Raum, dass die Werbebranche ein Sexismus-Problem hat. Für 46 Prozent ist dieses Problem sogar ein Grund dafür, die Branche zu verlassen. Gleichzeitig waren die Ergebnisse von Mitarbeitenden aus Agenturen, die das Ad Girls Club Manifest unterzeichneten, deutlich besser. So haben laut den Teilnehmer:innen 72 Prozent aller Manifest-Agenturen Maßnahmen gegen Sexismus eingeleitet, aber nur 35 Prozent der anderen Agenturen. Und die Weiterempfehlungsrate der eigenen Agentur an andere weiblich gelesene Personen ist in Manifest-Agenturen um 20 Prozent höher (88 zu 68 Prozent).

Mit dem Ad Girls Club Manifest, welches erstmals im Oktober 2021 vorgestellt wurde, können sich Agenturen klar gegen Sexismus positionieren und sich zu weiteren wichtigen Maßnahmen bekennen. Mit der Unterzeichnung geht das Commitment zu einer Frauenquote von 50 Prozent, Lohngleichheit, der Vereinbarkeit von Kind und Karriere, vertraulichen Ansprechpartner*innen und genderneutraler Sprache einher. Die Selbstverpflichtung wurde bis dato von 30 Agenturen unterzeichnet. Jetzt stoßen 19 weitere dazu, unter anderem die gesamte Omnicom Media Group Germany mit insgesamt 10 Agenturen.

Folgende Agenturen schließen sich dem Manifest an:

● annalect

● areasolutions

● Bernstein

● Buddybrand

● bynd

● David+Martin

● fuchs+wald

● goldenbox

● Hearts & Science

● MPX

● OMD

● OMG FUSE

● Omnicom Media Group Germany

● PHD

● TRKKN

● UM Deutschland

● Vast Forward

● WIN Creating Images

● you

„Unsere Umfrage vor ein paar Monaten hat gezeigt, mit wie viel Ernsthaftigkeit unsere Manifest-Agenturen das Sexismus-Problem angehen. Die Ergebnisse sind für uns ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Wandel auch bei den Mitarbeitenden spürbar ist – und dass unser Aufnahmeverfahren funktioniert. So haben wir jetzt mit dem neuen Schwung 49 Agenturen, die gemeinsam für eine fairere Branche kämpfen und tausende Mitarbeitende, die davon profitieren“, sagt Isabel Gabor.

Interessierte Agenturen können sich an den Ad Girls Club wenden, um mit ihrer Unterschrift dabei zu sein. Gemäß dem Motto des Kollektivs: „Let’s fight sexism in ad together!“

 

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