A1 gibt Influencern ein Zuhause
 

A1 gibt Influencern ein Zuhause

A1
Das A1 One! Home ist Teil der Kampagne für die neuen Kombipakete des Mobilfunkers. Kreiert wurde die Offensive von DNS Wien und seso.
Das A1 One! Home ist Teil der Kampagne für die neuen Kombipakete des Mobilfunkers. Kreiert wurde die Offensive von DNS Wien und seso.

Kunden glauben anderen Kunden eher als Unternehmen. Daher arbeiten Marken immer öfter mit Influencern zusammen. Das Wichtigste dabei: Authentizität

Dieser Artikel erschien bereits in der HORIZONT-Printausgabe 20/2016 vom 20. Mai. Hier geht's zum Abo

161.553 Abonnenten folgen dem heimischen YouTube-Kanal Techmagnet, auf dem Stefan Warecka und Florian Lindebner über Consumer Electronics vloggen. Das Duo dreht seine Videos üblicherweise in einem Studio am Wiener Stadtrand, Anfang Mai jedoch lebten und arbeiteten die beiden eine Woche mit ihren Freundinnen im Herzen von Wien, im A1 One! Home.

Dabei handelt es sich um ein Experiment des Mobilfunkers im Zuge der Kampagne für die neuen A1 One! Kombipakete. Jeweils eine Woche lang verbringen Influencer, aber auch Menschen, die nicht mit einem Blog oder einem YouTube-Kanal präsent sind, in der Wohnung und sollen dort "noch bis Mitte Juni auf ihre eigene Art und Weise darüber berichten, wie die neuen Kommunikationslösungen den Alltag erleichtern", erklärt Wolfgang Sturm, A1 Leitung Digital Communications & Social Media, den Gedanken hinter dem Projekt, das im Unternehmen nicht leicht durchzubringen war. Denn "niemand konnte zum Beispiel vorhersehen, ob wir überhaupt Leute finden, die einziehen möchten", beschreibt Sturm eines der möglichen Risiken hinter dem Projekt, das bislang aber, so fügt er sogleich hinzu, sehr gut laufe.

Für Stefan Warecka und Florian Lindebner von Techmagnet war die Woche, wie sie erzählen, spannend. "Wir haben wirklich fast die ganze Einrichtung genutzt – bis auf die zur Verfügung gestellten Smartphones", erklärt Lindebner und nennt die in der Wohnung vorhandenen Virtual-Reality-Brillen als Highlight in der Wohngemeinschaft. 


Bewerbungen für die Teilnahme am Experiment trudelten beim Mobilfunker jede Menge ein – doch auf welcher Basis wurde entschieden, wer einziehen darf? Sturm erklärt: "Es war uns wichtig, nicht nur erfolgreiche Blogger und Youtuber hier einziehen zu lassen, sondern auch jene mit geringerer Reichweite sowie Menschen wie du und ich, denn die neuen Kombipakete richten sich ja auch nicht nur an Blogger und Youtuber, sondern an alle Österreicher." Im Umgang mit Influencern sei jedenfalls darauf zu achten, dass Vertrauen gegeben ist, die Person keine Kooperationen mit Marktbegleitern eingegangen und vor allem glaubwürdig ist, denn, so Sturm: "ein Mangel an Glaubwürdigkeit würde sich wiederum auf A1 niederschlagen." 


Influencer sind keine Testimonials


Authentizität als oberstes Prinzip von Umsetzungen in Zusammenarbeit mit Influencern – so sehen es auch Astrid Mair am Tinkhof, Customer Director Consumer Products Division bei L’Oréal Österreich und Michael Schacherhofer, Leiter Corporate Online & Social Media bei der ÖBB. "Individuelle Geschichten von authentischen Persönlichkeiten inspirieren durch lokale Relevanz und führen somit zu einem starken Opinion-Leader-Effekt", fasst Mair am Tinkhof die Influencer-Strategie von L’Oréal zusammen, die auf zwei Säulen aufbaut. Einerseits auf der Säule "Blogger Care", der Zusammenarbeit mit Bloggern kleiner und mittlerer Reichweite, andererseits auf der Säule "Blogger Force", sprich Kooperationen mit Star-Bloggern wie Anna Laura Kummer oder Fleur de Mode, "wo es um gezielte Content-Kreation und Kampagnenintegration geht", beschreibt Mair am Tinkhof.

"Wenn ein Influencer von einem Produkt unseres Hauses überzeugt ist und darüber berichtet, ist es eine der glaubwürdigsten und nachhaltigsten Formen der Kommunikation. Gerade im Social Web ist die Word-of-Mouth-Verbreitung ein wichtiges, wenn nicht das wichtigste Element", so Schacherhofer von der ÖBB. Zu bedenken gibt er aber auch: "Risiken sehen wir dann, wenn man Influencer mit Testimonials verwechselt und ihnen alles vorgibt, was sie wie, wo, wann zu schreiben haben. Influencer müssen ihrem Stil und somit auch ihrer Audience treu bleiben können, wer das nicht berücksichtigt läuft Gefahr, dass die Umsetzung genau das Gegenteil bewirkt als gewollt."
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