400 Teilnehmer sorgten für Besucherrekord
 

400 Teilnehmer sorgten für Besucherrekord

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3. Österreichischer Kommunikationstag: Großes Interesse an Themen Reputation und Wertschöpfung weist auf hohen Professionalisierungsgrad der Branche

400 PR-Experten und Brancheninteressierte kamen am 28. Mai, um sich zu den Themen Reputation und Wertschöpfung auszutauschen, neue Impulse zu bekommen und zu netzwerken. „Ein grandioser Erfolg für die PR-Branche, die sich unaufhaltbar immer mehr professionalisiert und weiterentwickelt“, betonte PRVA-Präsidentin Susanne Senft bei ihrer Eröffnungsrede.

Was vor acht Jahren mit dem PRVA-Arbeitskreis „Wertschöpfung durch Kommunikation“ begonnen hat, bekommt mit dem 3. Österreichischen Kommunikationstag den gebührenden Stellenwert. Dieser Mehrwert wurde beim Kommunikationstag auch durch honorige Speaker quer durch Branchen und Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene unter Beweis gestellt. Nicht nur die drei Keynote-Speaker waren beim 3. Österreichischen Kommunikationstag wichtige Impulsgeber, sondern auch Karin Krobath (Identitäter), Martin Wolfram (News on Video), Doug Pinkham (Public Affairs Council), Michael Sgiarovello (Henkel), um nur einige der insgesamt 30 Speaker zu nennen.

Die Keynote mit Katie Delahaye Paine als weltweite Pionierin des Kommunikations-Controllings machte den Anfang. Niemand hatte dieses Thema in den vergangenen 20 Jahren stärker und konsequenter vorangetrieben als sie. Mit den von ihr gegründeten Unternehmen und in der Measurement Commission  am Institute for Public Relations wird sie nicht müde, in Büchern und in Kolumnen in den wichtigsten Fachmedien zum Thema Measurement zu schreiben. „Viel besser für die PR ist es, sich strategisch weiterzuentwickeln statt sich weiterhin zu rechtfertigen.“ Paine ist überzeugt, dass Kommunikation und Social Media einen großen Einfluss auf Reputation und Vertrauen und damit auf den Geschäftserfolg haben, was sie anhand zahlreicher Beispiele eindrucksvoll demonstriert. Ihre abschließende Aufforderung: „Measurement von Kommunikation muss immer mit den Unternehmenszielen in Verbindung stehen. PR-Manager, messt Eure Ergebnisse und bereitet sie für die CEOs so auf, dass sie direkt nutzbar und Handlungsempfehlungen daraus ableitbar sind!“

In der zweiten Keynote führte Andrea Latritsch-Karlbauer vor Augen, wie Haltung Reputation beeinflusst. „Reputation hängt nicht ausschließlich vom Produkt ab, sondern viel mehr auch von dem Menschen, der es präsentiert.“ Und um in Unternehmens- oder Organisationsstrukturen effizienter zu arbeiten, regt Latritsch-Karlbauer Goings statt langatmiger Meetings an. „Da die eigene Körperhaltung nonverbale Kommunikation ist, trägt sie zur Reputation jeder einzelnen Person bei – ob es uns bewusst ist oder nicht“, erläutert Latritsch-Karlbauer in ihrem interaktiven Vortrag, bei dem alle Zuhörer aufgefordert waren, selbst ihre eigene Haltung zu überprüfen.

Viktor Mayer-Schönberger zog mit seiner abschließenden Keynote am Nachmittag „Die Big Data Revolution und die Zukunft nachhaltiger Kommunikation“ die Zuhörer in seinen Bann. „Daten sagen immer nur aus, was passiert, aber nicht warum.“ Mayer-Schönberger zählt aber auch die Fehler auf, die in der Diktatur der Daten zu finden sind. Denn „Daten sind ein unvollständiger Schatten der Wirklichkeit“. Er schließt den 3. Österreichischen Kommunikationstag mit der Aufforderung, dass es im Umgang mit Big Data Demut und Menschlichkeit braucht. „Unternehmen können Vertrauen aufbauen, indem sie transparent kommunizieren – unter anderem auch darüber, was sie mit den gesammelten Daten ihrer Kunden machen.“

Dass es auch einen Österreichischen Kommunikationstag 2016 geben wird, steht für PRVA-Präsidentin Susanne Senft unverrückbar fest. Am Ausloten der inhaltlichen Schwerpunkte wird ab sofort gearbeitet.
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