YouTube will sich mehr in Sachen Brand Safety engagieren

Nachdem zuletzt wieder zahlreiche Unternehmen YouTube als Werbekanal den Rücken zugewandt habe, will Google nun weitere Maßnahmen setzen.

Brand Safety ist bei YouTube ein heikles Thema. Denn Googles Video-Plattform lebt in erster Linie von Inhalten, die ihre User heraufladen - und hier kommt es immer wieder zu ungewünschten Problemen. Zuletzt zogen etwa etliche Werbetreibende ihre Anzeigen von der Plattform zurück, weil diese neben unangebrachten Inhalten erschienen.

Das Unternehmen hat nun angekündigt, weitere Schritte zur Bekämpfung gewalttätiger Extremismus-Inhalte zu setzen, wie Susan Wojcicki, CEO von YouTube, auf dem YouTube Creator Blog und auf dem internationalen YouTube-Blog, schreibt. Dabei kündigt sie unter anderem die folgenden Schritte an:

1.  Mehr Leute, die mehr Inhalte überprüfen: YouTube wird die Zahl derer, die Inhalte überprüfen bis 2018 auf über 10.000 erhöhen. Menschen sind dabei unerlässlich, , um sowohl Inhalte zu entfernen als auch maschinelle Lernsysteme zu trainieren, da menschliches Urteilsvermögen für kontextualisierte Entscheidungen über Inhalte entscheidend ist, heißt es von YouTube.

2.    Fortschritt durch maschinelles Lernen und die Bewältigung von Herausforderungen in großem Maßstab. Die Maschinen unterstützen dabei die Menschen bei ihrer Arbeit, heißt es von YouTube: Heute werden 98 Prozent der Videos, die wir wegen gewalttätigen Extremismus entfernen, durch unsere maschinell lernenden Algorithmen gekennzeichnet.

3. Transparenz: Im Jahr 2018 will YouTube einen regelmäßigen Bericht erstellen, der mehr Daten darüber enthält, was gemeldet und was unternehmen wird, um Videos und Kommentare, die gegen die inhaltlichen Richtlinien verstoßen, zu entfernen.

4. Ein neuer Ansatz in der Werbung: YouTube plant, strengere Kriterien anzuwenden, mehr manuelle Kuration durchzuführen und gleichzeitig das Team von Anzeigenprüfern deutlich zu verstärken. Damit möchte YouTube sicherstellen, dass Anzeigen nur dort laufen, wo sie auch laufen sollen. So erhalten auch etablierte und einwandfreie Creator mehr Stabilität rund um ihre Einnahmen, verspricht das Unternehmen.

150.000 Videos seit Anfang Juni entfernt

„Da sich die Bedrohungen für unsere Plattform ständig weiterentwickeln und verändern, müssen und werden sich unsere Methoden weiterentwickeln, um auf diese zu reagieren,“ sagt sie: „Egal, welche Herausforderungen sich stellen, unser Engagement, diese zu bekämpfen, wird nachhaltig und unerschütterlich sein. Wir werden die notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Community zu schützen und sicherzustellen, dass YouTube auch weiterhin ein Ort ist, an dem Kreative, Werbetreibende und Zuschauer einen sicheren Platz vorfinden.“

YouTube betont, dass seit Juni die Trust- und Sicherheitsteams fast 2 Millionen Videos manuell auf gewalttätige extremistische Inhalte überprüft haben und über 150.000 Videos entfernt wurden, die aufgrund von gewalttätigem Extremismus gemeldet wurden. Vor allem mit Hilfe des maschinellen Lernens sei es nun möglich, fast 70 Prozent der gewalttätigen extremistischen Inhalte innerhalb von 8 Stunden nach dem Hochladen und fast die Hälfte davon innerhalb von 2 Stunden zu entfernen.

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