Regierungsverhandlungen: Breitenecker und Wrabetz bringen sich in Position

Vor dem geplanten Ende der Regierungsverhandlungen legen ProSiebenSat1Puls4-Chef Markus Breitenecker und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ihre medienpolitischen Vorstellungen dar.

Demnach meint ORF-General Alexander Wrabetz, er könne sich in die Regeriungsverhandlungen „gut einbringen,“ wie etat.at berichtet. Eine Volksabstimmung zu GIS-Gebühren wie in der Schweiz sei in Österreich kein Thema, richtet er dem Medium aus. Auch ist er zuversichtlicher für die Vorgaben des ORF auf digitaler Ebene - also zum Beispiel diverser Beschränkungen im Web. Diese Woche hatte orf.at seinen Auftritt auf Facebook gestartet

ProSiebenSat1Puls4-Chef Markus Breitenecker legt indes im Nachrichtenmagazin „News“ seine Vorstellungen für eine Allianz zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunktunternehmen dar - darunter auch eine gemeinsame Vermarktung. Laut einem Artikel des „Standard“ geht es zudem um die gemeinsame Nutzung von Daten, um einen Austausch von Bewegtbildinhalten, um einen europäischen Austausch von Medieninhalten, um eine gemeinsame Österreich-Vermarktung in anderen Märkten, um ein Mikropaymentsystem für Medieninhalte, Adserver-Technologie, um Medien-Services wie den das Zusammenfassungsservice Updatemi und um gemeinsame Medienplayer: Breitenecker will dem Bericht zufolge auch konzernfremde Sender auf die App „Zappn“ holen.

Zugleich will Breitenecker dem „News“-Artikel zufolge dem ORF per Gesetz verbieten lassen, dass er den Privaten in kommerziellen Angeboten Konkurrenz macht. Zum Public-Value-Gedanken meint er, dass ein Privater diese herstellen solle, wenn er dies günstiger und besser könne als der ORF. 

(red.)

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