Österreicher nutzen ihr Mobiltelefon über drei Stunden täglich

Der neue Mobile Communications Report bietet Zahlen, Daten und Fakten zu den mobilen Nutzungsgewohnheiten der Österreicher.

Satte 94 Prozent der Österreicher nutzen laut dem Mobile Communications Report 2017 der Mobile Marketing Association Austria und MindTake Research aktuell ein Smartphone. 93 Prozent der Österreicher surfen mit ihrem Smartphone regelmäßig im Internet – in der Altersgruppe 15 bis 29 Jahre sind es sogar 100 Prozent. Die tägliche Handynutzung liegt in Österreich bei mehr als drei Stunden, wobei ein Ost-West-Gefälle zu beobachten ist: In Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland und der Steiermark wird täglich 3,3 Stunden und in Wien täglich 3,1 Stunden mit dem Handy interagiert. In Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg greift man 3,0 Stunden pro Tag zum Mobiltelefon.

88 Prozent der Österreicher haben sich laut MMA-Studie mittels Vertrag an einen Mobilfunknetzbetreiber gebunden, die restlichen 12 Prozent telefonieren und surfen mit Wertkarten. Die meistgenutzten Smartphone-Funktionen hierzulande sind – und zwar in dieser Reihenfolge – Telefonieren, Fotografieren, Instant Messaging wie WhatsApp, im Web Surfen, E-Mails checken & senden sowie die Wecker-Funktion.

„Der Siegeszug des Smartphones ist hierzulande unaufhaltsam: 94 Prozent der Österreicher nutzen Smartphones und 93 Prozent bewegen sich mit ihrem mobilen Devices auf die eine oder andere Art im Internet. Noch dynamischer entwickelt sich der Markt der Connected Devices: Die Penetration von Wearables hat sich innerhalb der vergangenen drei Jahre verdreifacht“, erklärt Andreas Martin, Präsident der Mobile Marketing Association Austria und Studienleiter des Mobile Communications Report 2017. 

30,4 Apps hat der durchschnittliche Smartphone-Nutzer aus Österreich installiert, davon sind 1,6 Apps kostenpflichtig. Interessant ist im Zusammenhang mit Apps auch, dass heimische Smartphone-Nutzer bei der Installation von Apps zunehmend auf Sicherheitsaspekte achten: So geben 55 Prozent an, dass ihnen bei der App-Installation die Sicherheit wichtig ist (2016: 51 Prozent).

Pre-Rolls längst normal
Ein Rundumblick in den öffentlichen Verkehrsmitteln trügt nicht: Das Smartphone wird von den Österreicher immer öfter als Abspielstation für Bewegtbildinhalte genutzt. 40 Prozent der Smartphone-Nutzer schauen mindestens einmal pro Woche gezielt Videos am mobilen Device. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala sind witzige Videos („virale Videos“), gefolgt von Musikvideos, Tutorials bzw. Erklärvideos, Trailer von Kinofilmen und News aller Art. Pre-Rolls, also Werbespots vor den eigentlichen Videoinhalten, sind für die Video-Fans längst normal: 53 Prozent der Nutzer von Bewegtbild-Content begegnen auf Streaming-Diensten wie YouTube häufig Werbebotschaften. Und auch in den Sozialen Netzwerken (61 Prozent der Nutzer von Social-Media-Diensten), auf den mobilen Websites von Tageszeitungen (33 Prozent der Smartphone-Nutzer) und auf der Website des E-Mail-Dienstes (27 Prozent der Smartphone-Nutzer) werden die User häufig mit mobiler Werbung konfrontiert.

Mobile Shopping wird immer beliebter Die Bereitschaft zum Mobile Shopping nimmt in Österreich weiter zu: 68 Prozent der heimischen Smartphone-Nutzer suchen oder vergleichen mit ihrem mobilen Device Preise (2016: 60 Prozent), 66 Prozent suchen mit dem Handy Filialen oder Geschäfte (2016: 59 Prozent) und 64 Prozent verfolgen ihren Bestellstatus über ihr mobiles Device (2016: 53 Prozent). Auch was entsprechende M-Commerce-Apps anbelangt, sind die Österreicher besser ausgestattet, als noch vor einem Jahr: Die Amazon-App haben 74 Prozent der App-User (2016: 64 Prozent) und die willhabenApp 68 Prozent (2016: 60 Prozent) auf ihrem Smartphone installiert. Die MCommerce-Topseller bei den weiblichen Smartphone-Nutzern in Österreich sind mit 61 Prozent Bekleidung und Schuhe, die Topseller bei den Männern sind mit 44 Prozent elektronische Geräte.

Parallel dazu ist das Smartphone auch für den stationären Handel ein wichtiges Werbemedium: Schließlich nutzen 65 Prozent Smartphone-Nutzer das Handy beim Einkauf, recherchieren 36 Prozent während des Einkaufs Produkte und Preise, informieren sich 23 Prozent über Aktionen im betreffenden Handelsunternehmen, holen sich 24 Prozent Produktinfos und nutzen 22 Prozent eine Einkaufsliste am mobilen Endgerät. Bei der Nutzung von Einzelhandels-Apps belegen Hofer, Billa und Merkur die Stockerlplätze, während dm und Bipa auf Platz 4 und 5 zu finden sind. „Viele Branchen wie etwa der Handel sind gefordert, zu handeln. Wenn schon 68 Prozent der Österreicher am Smartphone Preise suchen und vergleichen, gilt es, die richtige Antwort parat zu haben und als Marke den richtigen Auftritt zu schaffen“, erklärt Harald Winkelhofer, Präsident der Mobile Marketing Association Austria.

Überall dabei
„Ganze drei Stunden nutzt jeder Österreicher durchschnittlich sein Smartphone pro Tag. Als wir den Mobile Marketing Report vor sechs Jahren zum ersten Mal durchgeführt haben, war das Handy in erster Linie noch zum Telefonieren da und daneben war die SMS die meistbenutzte Funktion. Heute sind Fotografieren und Instant Messaging die meistgenutzten Zweitfunktionen und darüber hinaus hat sich das Smartphone in fast alle Lebensbereiche integriert – vom Einkaufen über das Reisebüro bis hin zum Smart-Home und Fitnesstrainer. Das Handy ist überall dabei,“ erklärt Klaus Oberecker, Managing Partner MindTake Research.

Die Studie Mobile Communications Report 2017 wurde in Kooperation zwischen der MMA Austria und MindTake Research mithilfe des Online-Panels von MindTake Research im Frühjahr/Sommer 2017 durchgeführt. Unter Einhaltung bestimmter Quoten wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 1.007 österreichische Internet-NutzerInnen zwischen 15 und 69 Jahren befragt.

[Red.]

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