Nach Verlust von Werbepartnern: YouTube greift durch

Nach dem Verlust der Werbebudgets von Mars, Deutscher Bank, Adidas und Lidl im Rahmen eines Skandals rund um verstörenden Inhalt, der an Kinder gerichtet war, schlägt YouTube nun zurück.

Die Video-Plattform löschte in den vergangenen Tagen 150.000 Videos und schaltete die Werbung bei zwei Millionen Videos und 50.000 Kanälen aus. Das sind die Konsequenzen aus dem Skandal, der YouTube die Werbebudgets von großen Kunden wie Mars, Adidas, Deutscher Bank, Lidl und Mondelez gekostet hatte.  Die Inserenten hatten YouTube verlassen, nachdem sie herausgefunden hatten, dass ihre Anzeigen neben anstößigen Kommentaren unter Videos, die an Kinder gerichtet waren, erschienen. Das berichtete vice.com.

Es gebe zwar Tools, die solche Kommentare überprüfen würden, sagten freiwillige Moderatoren gegenüber der BBC, diese würden aber seit über einem Jahr nicht mehr richtig funktionieren. „Inhalte, die Kinder gefährden, sind für uns abscheulich und unannehmbar“, meinte ein YouTube-Sprecher nun gegenüber Vice.

Erst im März hatte es einen ähnlichen Fall gegeben, als Firmen, deren Anzeigen neben Hetz-Kommentaren erschienen, YouTube verlassen hatten. Nach einigen Monaten und großen Versprechen der Plattform kehrten viele große Firmen wieder zu YouTube zurück.

[Red.]

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