Fundraising-Kampagne für Riesenorgel im Stephansdom

Das größte Musikinstrument Österreichs soll 2020 wieder erklingen. Zur Finanzierung setzt man teilweise auf Fundraising, das von einer multimedialen Kampagne unterstützt wird.

Es ist die letzte große Wunde, die der Brand des Stephansdoms in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges hinterlassen hat. 1945 wurde die Riesenorgel im Wiener Wahrzeichen völlig zerstört. 75 Jahre später, zu Ostern 2020, soll Österreichs größtes Musikinstrument wieder zu hören sein - das ist das Ziel einer nun anlaufenden Fundraising-Kampagne. Für die Restaurierung der 1886 gebauten Orgel werden drei Millionen Euro benötigt.

Ein Teil des Geldes soll von Spendern kommen. Diese finden auf www.riesenorgel.at alle Informationen und können dort spenden. Als Unterstützer der Fundraising-Kampagne erhält man ein persönliches Ikonenbild und kann sich im Goldenen Buch verewigen, das 2020 in die Riesenorgel eingebaut wird. Außerdem besteht für Großspender die Möglichkeit, eine originale Orgelpfeife zu erwerben.

„Die Riesenorgel ist, ebenso wie der Stephansdom selbst, ein Ausdruck unserer österreichischen Identität. Sie ist ein bedeutendes Kulturgut unseres Landes, das wir wieder zum Erklingen bringen wollen. Stück für Stück kommen wir so unserem großen Ziel, nachkommenden Generationen den Stephansdom in seiner ganzen Pracht präsentieren zu können, näher“, sagt Günter Geyer, Vereinsobmann „Unser Stephansdom“. „Derzeit ist die Orgel nicht bespielbar, das wird endlich durch die Restaurierung geändert. Bereits zu Ostern 2020 können wir wieder ihren schönen und raumfüllenden Klang genießen, wofür das Instrument weltweit berühmt war“, so Domkapellmeister Markus Landerer.

Ein Drittel der Finanzierung durch private Spenden
Die Finanzierung ist in drei Teile gesplittet: Der Bund hat bereits zugesagt, ein Drittel der Kosten zu übernehmen, ebenso wie die Länder. Ein weiteres Drittel, rund eine Million Euro, muss durch private Spenden finanziert werden. „Orgeln sind Zeugnisse höchsten handwerklichen Könnens, die seit Jahrhunderten und über viele Generationen von Gläubigen zum vertrauten Inventar jeder Kirche gehören. Sie sind die Königinnen der Instrumente und verwandeln jeden Gottesdienst und jede Feier mit ihrem Klang und mit zeitloser Schönheit. Wir suchen Spenderinnen und Spender in ganz Österreich und darüber hinaus, denen der Dom und dessen Orgel am Herzen liegt“, schließt Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und Schirmherr des Vereins „Unser Stephansdom“ ab.

Um das Spendenaufkommen auf eine möglichst breite Basis zu stellen, konzipierte die Werbeagentur Demner, Merlicek und Bergmann eine multimediale Kampagne, die demnächst anlaufen wird. Mariusz Jan Demner: „Diese Kampagne wurde pro bono von der Agentur entwickelt und wir danken vielen Partnern auf Medien- und Produktionsseite für ihre großzügigen Beiträge. Besonders auch Rosam.Grünberger Change Communications, die kostenlos Pressearbeit, Networking und Fundraising übernommen haben.“

Neben der virtuellen Unterstützung dürfen sich Großspender über ein bestimmtes Repertoire an Orgelpfeifen freuen. Ersten Schätzungen zufolge stehen rund 2.000 Pfeifen zur Verfügung. Schon ab 100 Euro erhält man als Dank eine exklusive Anstecknadel. Unternehmen werden eingeladen, mit einem Einmalbetrag von 10.000 Euro den Wiederaufbau der Riesenorgel zu unterstützen. Weitere Highlights: Ostern 2018 wird es eine Fotobox geben, die im Dom installiert wird, wo man sein Ikonenbild ganz analog gegen eine Spende erstellen lassen kann. Neben www.riesenorgel.at und der Fotobox wird die Kampagne von Demner, Merlicek & Bergmann auch in Printmedien, Online, Citylights, Social Media und Hörfunk zu sehen und zu hören sein. 

[Red.]

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