eSports.at präsentiert Überblick über Österreichs eSports-Szene

Österreichs neue eSports-Plattform präsentiert erstmals aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zur eSports-Szene in Österreich.

eSport, also das Spielen von Computer- und Videospielen als sportlicher Wettkampf, ist die am schnellsten wachsende Sportart der Welt. Die Zuschauerzahlen weltweit explodieren, es werden immer höhere Preisgelder ausgeschüttet und auch die Zahl der eSport-Interessierten hierzulande steigt stetig. Nun präsentiert esports.at erstmals eine aktuelle Übersicht mit Zahlen, Daten und Fakten zur Szene in Österreich.

Zuschauermagnet eSports
In acht Ländern, darunter China, Südkorea oder den USA, gehört das Gamen als Wettkampf zu den offiziellen Sportarten. Neben Österreich betreiben bereits 46 Länder eine eSports-Federation. Unter anderem etwa auch Nepal und Namibia. Zurzeit wird sogar geprüft, ob sich eSport als olympische Disziplin eignet.

„eSport ist schon längst viel mehr als nur ein Hype. Das professionelle Gamen füllt mittlerweile Stadien auf der ganzen Welt. Deshalb wollen wir mit der Plattform eSports.at die Professionalisierung des Sports – und vor allem dessen Etablierung in der Gesellschaft – auch hier in Österreich weiter vorantreiben“, so Pia Römer, Vice President Digital & eSports, UPC.

Hatte das Finale der „League of Legends“-Weltmeisterschaft im Jahr 2012 noch 8,2 Millionen Zuschauer, zog der Event heuer insgesamt 60 Millionen Online-Zuschauer an, was einem unglaublichen Wachstum von 632 Prozent entspricht. Als Vergleich: Österreichs größter Sportevent, der Ski-Slalom von Schladming, lockt rund 1,5 Mio. Zuschauer vor die Bildschirme.

Auch Österreichs „eBundesliga“ erfreut sich großer Beliebtheit. So sind alle zehn Fußballklubs der Bundesliga auch Teil der eBundesliga. Mit rund 6.000 Teilnehmern ist dies die größte eFußball-Liga im DACH-Raum. Das Preisgeld beträgt 15.000 Euro.

Preisgelder haben sich verachtfacht
Nicht nur die Szene, sondern auch die Preisgelder wachsen rasant. Beim „Dota 2“-Turnier wurden heuer insgesamt 21,4 Millionen Euro ausbezahlt. In den letzten vier Jahren hat sich das Preisgeld des Turniers also verachtfacht.

Der bestbezahlte eSportler ist derzeit Peter Kuro „KuroKy” Takhasomi. Der 25-jährige „Dota 2“-Spieler hat bereits mehr als drei Millionen Euro an Preisgeldern eingenommen. Um dieses hohe Niveau zu erreichen, trainieren Profis im Durchschnitt zehn Stunden am Tag.

Über eine halbe Million Österreicher sehen zu
Auch in Österreich ist die eSports-Szene enorm gewachsen. Österreichische Teams wie „Plan-B“, „AUT PBO“ oder „Austrian Force“ sind regelmäßig bei Turnieren aktiv. Andererseits ist die Zahl der Fans, die eSportlern beim Gamen zuschauen, in den letzten Jahren rasant angestiegen. Bei Twitch, dem weltweit größten Live-Streaming-Videoportal, haben im November 2017 monatlich 520.000 Nutzer – also jeder 20. Österreicher – Game-Streams verfolgt. Die beliebtesten Spiele der österreichischen eSportler sind dabei: League of Legends, DOTA 2, Overwatch, Counter Strike und HearthStone.

Die eSports-Community besteht dabei längst nicht mehr nur aus männlichen Teilnehmern. Mittlerweile sind rund zehn Prozent der Community weiblich.

[Red.]

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