Deutsche Regierung begrüßt Hafterleichterung für Yücel

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag, dies sei „ein kleiner Schritt zur Verbesserung der Haftumstände für Deniz Yücel, den wir als solchen auch positiv zur Kenntnis nehmen“.

Die Regierung in Berlin hat die Hafterleichterung für den deutschen Journalisten Deniz Yücel in der Türkei begrüßt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag, dies sei „ein kleiner Schritt zur Verbesserung der Haftumstände für Deniz Yücel, den wir als solchen auch positiv zur Kenntnis nehmen“.

Gleichzeitig bekräftigte er die Forderung der deutschen Regierung nach Freilassung der in der Türkei aus politischen Gründen inhaftierten Deutschen. Yücels Anwalt hatte am Sonntag mitgeteilt, dass der „Welt“-Journalist nicht mehr in Einzelhaft sitze. Er sei zwar immer noch in einer Einzelzelle untergebracht, habe aber inzwischen Zugang zu einem Gefängnishof, den er sich mit einem ebenfalls inhaftierten türkischen Journalisten teile. Zunächst hatte Yücels Arbeitgeber, die Tageszeitung „Die Welt“, darüber berichtet. Bisher war dem 44-jährigen Yücel jeder Kontakt zu Mitgefangenen unmöglich.

Yücel sitzt seit dem 27. Februar in der Haftanstalt Silivri westlich von Istanbul in Untersuchungshaft. Die Türkei wirft ihm Terrorpropaganda und Volksverhetzung vor. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli vergangenen Jahres 27 Deutsche inhaftiert, neun davon befinden sich weiterhin in Haft.

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