Zwei Festnahmen beim türkischen Medienriesen Dogan

Die türkischen Behörden haben im Vorgehen gegen Anhänger des Predigers Fethullah Gülen den Medienkonzern Dogan ins Visier genommen.

Nach Razzien wurden der Chefjustiziar und ein früherer Vorstandschef festgenommen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Die Untersuchungen hätten die privaten Büros und Wohnungen der beiden betroffen. Die Geschäfte das Unternehmens und seiner Töchter seien davon nicht betroffen. Dennoch brach der Dogan-Aktienkurs zu Handelsbeginn um rund zehn Prozent ein.

Dogan besitzt die Tageszeitung „Hürriyet“ und den Fernsehsender CNN Turk, außerdem hält die Holding unter anderem Beteiligungen an Finanz-, Energie- und Tourismusunternehmen. „Hürriyet“-Papiere gaben um bis zu 7,6 Prozent nach.

Nach dem gescheiterten Putsch Mitte Juli sind in der Türkei über 120.000 Personen aus dem Staatsdienst entfernt worden. Ihnen werden Verbindungen zu Gülen vorgeworfen, der in den USA lebt. Der Geistliche selbst hat den versuchten Staatsstreich verurteilt und Verantwortung dafür zurückgewiesen. Das Vorgehen der Behörden hat im Westen Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit der Türkei aufkommen lassen.

[]

Kommentare

0 Postings

Keine Kommentare gefunden!

Diskutieren Sie mit

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online