Zum goldenen Hirschen wächst weiter

Zum goldenen Hirschen in Wien bekommt einen neuen Gesellschafter und Geschäftsführer. Rohrmair-Lewis bringt seine Agentur Lobster in die Hirschen Group mit ein. HORIZONT sprach exklusiv mit den Beteiligten.

Lobster gehört nun der Vergangenheit an. Zehn Jahre lang war die Wiener Agentur eine fixe Größe in der österreichischen Agenturlandschaft. Nun überführt Herbert Rohrmair-Lewis seine Agentur in die Zum goldenen Hirschen Campaigning in Wien und wird dort als Gesellschafter und Geschäftsführer tätig. Im Juni 2013 haben Alexander Zelmanovics, Gerhard Martinek und Stefan Pagitz gemeinsam mit der deutschen Hirschen Group die Werbeagentur Zum goldenen Hirschen Campaigning gegründet.  

Am 21. Dezember fand der Termin mit dem Notar statt, und nun sind die goldenen Hirschen um einen Gesellschafter reicher. Das Gesellschafterteam besteht aktuell aus Herbert Rohrmair-Lewis, Gerhard Martinek, Alexander Zelmanovics sowie der deutschen Hirschen Group. Die insgesamt 25 Mitarbeiter, davon zehn Freelancer von Lobster, wurden bereits am Standort der goldenen Hirschen in der Siebensterngasse 1 umgesiedelt.

Zelmanovics und Rohrmair-Lewis kennen sich noch aus Ogilvy-Zeiten, wo sie gemeinsam Kunden wie die Raiffeisen Bank betreuten. „Ich kenne Herbert seit 15 Jahren und habe ihn in der Zusammenarbeit sehr zu schätzen gelernt. Herbert wird als Geschäftsführer sowie als Koordinator Richtung Hirschen Group tätig und damit auch für unser Business Development verantwortlich sein“, sagt Alexander Zelmanovics, Managing Partner. Die Hirschen Group ist die „Home of the Brave“, eine Plattform für unterschiedliche Kommunikations- und Consulting-Agenturmarken, die kreative Beratung für Kommunikation, Digitalisierung und öffentliche Meinung bieten.

„Hier passt Herbert mit seiner Erfahrung als Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft und als Unternehmer mit seiner Agentur sehr gut dazu“, sagt Martin Blach, Partner und CEO der Hirschen Gruppe. Dabei versteht sich die Gruppe als „Familienpartnerschaft, die wirklich gelebt wird“, sagt Gerhard Martinek.

Die Hirschen Group besteht in Deutschland aus den Marken Zum goldenen Hirschen mit Zum roten Hirschen, VORN, 365 Sherpas, ressourcenmangel, Freunde des Hauses, and courage! und TraDeers. 2016 zählte die Hirschen Gruppe über 500 Mitarbeiter und konnte Einnahmen in der Höhe von mehr als 48 Millionen Euro generieren.

Arbeit für das neue Team

Lobster konnte sich in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich am Markt positionieren. „Wir haben unsere Kunden stets auf unternehmerischer Augenhöhe betreut. Und dass wir nunmehr einen noch höheren Kreativanspruch haben, liegt auf der Hand“, sagt Rohrmair-Lewis. Mit ein Grund für den Zusammenschluss, denn auch die digitale Kompetenz von Lobster fließt in die Agentur Zum goldenen Hirschen ein. „So ist es auch für unsere Kunden von höchster Attraktivität, die Kompetenzen der Hirschen Gruppe in Anspruch zu nehmen“, sagt Rohrmair-Lewis.

Arbeit dürfte auf das neue Führungsteam genug warten, weiß Blach: „Ich sage als Wiener, der seit 25 Jahren in Deutschland lebt, dass in Österreich relativ dünne Bretter gebohrt werden, teilweise denkt man hier old school und jammert über die Zeit, die früher so schön war. Diese Welt gibt es nicht mehr. Die Digitalisierung nimmt enormen Einfluss auf Kunden und Unternehmen. Mit der neuen Aufstellung leisten wir hier in Wien substanzielle Arbeit für unsere Kunden.“ Die Agentur Zum goldenen Hirschen legt dabei Wert darauf, „Businessprobleme ihrer Kunden zu lösen“. „Wir sehen uns als Partner auf Augenhöhe, der Veränderern und Vorantreibern dabei hilft, in dieser komplexer werdenden Welt wirksam und zeitgemäß zu kommunizieren. Mit Lösungen, die ein hohes kreatives Momentum entfachen, beeinflussen wir die Businessziele unserer Kunden positiv“, sagt Alexander ­Zelmanovics.

Die nächsten Schritte

Auf die Frage, wie es in den nächsten Wochen weitergeht und welche Projekte das Zum goldenen Hirschen-Team ansteuert, antwortet Blach: „Wir sind keine Ankündigungsweltmeister, aber eines kann ich sagen: Die Resonanz auf den Zusammenschluss war bisher durchwegs positiv. Und ich möchte noch eines erwähnen: Die Termini ,Übernahme' oder ,Aufkauf' wurden in den gesamten Gesprächen nicht einmal gebraucht. Wir sehen die Verschmelzung der Marken Lobster und Zum goldenen Hirschen als Zusammenschluss und Partnerschaft von etablierten Persönlichkeiten wie Xandi, Gerhard, Martin und eben Herbert.“

Die kommenden Wochen werden für Herbert Rohrmair-Lewis in erster Linie aus dem Kennenlernen des Teams und dem Sondieren von Kundeninformationen bestehen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und den inhaltlichen Austausch wie auf Weihnachten und Ostern gemeinsam. Es ist mit über 500 Mitarbeitern in der Gruppe unglaublich viel Kompetenz da, die ich erst einmal sondieren muss. Ein Beispiel: Wir haben gerade ein 160-seitiges Booklet zum Thema Finanzdienstleistungskompetenz im Zusammenhang mit Digitalisierung zusammengestellt. Quer durch alle Branchen werden namhafte Kunden aus dem Handel, aber auch Verlage, Ministerien und Versicherungen betreut. Sich da einmal einzuarbeiten, steht auf meiner Prioritätenliste. Es gibt 250 Kundenbeziehungen, die von der Hirschen Group vorrangig in Deutschland betreut werden. Das Potenzial für Österreich ist hier sicherlich noch nicht ausgeschöpft.“

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