Zoomsquare: Wiener Google für Wohnungen

Das sechsköpfige Start-up hat seinen Web-Dienst am Donnerstag offiziell für die Nutzer geöffnet - Plattform fungiert als Meta-Suchmaschine - Premium-Modell und B2B-Partnerschaften mit anderen Immobilien-Portalen angestrebt

Die Wohnungssuche ist gerade in Wien analog wie digital keine einfache. Genau hier will das Wiener Internet-Start-up Zoomsquare aushelfen (HORIZONT berichtete bereits) und will Wohnungssuchenden ein simples Tool dafür anbieten. Die Inserate, die die User gratis durchstöbern können, stammen von anderen Webseiten, die Zoomsquare quasi wie ein „Google für Immobilien“ ausliest und auf der eigenen Seite geordnet listet. Laut Mitgründer Christoph Richter analysiert man täglich 1,2 Millionen Anzeigenseiten im Web. Künftig sollen auch „Genossenschaften, Facebook, Foren und Blogs“ nach Wohnungsinseraten abgegrast werden.

Als Konkurrent zu bestehenden Immobiliensuchen im Internet sieht sich Zoomsquare nicht. Vielmehr sollen diese von der Meta-Suchmaschine profitieren, weil diese ihnen Zugriffe zuschaufeln könnte. Diese verdienen ihr Geld mit Inseratenplatzierungen von Maklern, und dieses Geschäft sei durch Zoomsquare nicht gefährdet.

Grätzelsuche und SMS-Benachrichtigungen


Zur Katalogisierung der gefundenen Wohnungsinserate nutzt Zoomsquare eine semantische Analysetechnologie, die aus den Textbeschreibungen etwa herausrechnen kann, wo sich die Wohnung genau befindet. Ein so genannter „zoomScore“ soll künftig passend zu den Wünschen des Nutzers (mit Badewanne, fünf Minuten zur U-Bahn, mit Garage, mit Balkon, usw.) entsprechende Ergebnisse listen können. In Wien kann man außerdem gezielt 135 verschiedene Stadtviertel durchsuchen. Später sollen noch feinere Suchmöglichkeiten dazukommen. Nutzer sollen etwa auf der Karte einfach ein Gebiet unabhängig von Bezirksgrenzen einzeichnen können, innerhalb derer nach Immobilien gesucht werden kann.

Zur Lokalisierung von Umgebungsinformationen zapft Zoomsquare Quellen wie OpenStreetmap, Umgebungsinfos der Stadt Wien oder Foursquare an, um möglichst viele Informationen zur Lage der Immobilie bieten zu können.

 

 

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Kommentare

1 Postings

  • Peter Steiner
    Sie stehlen Content (Bilder, Texte, Überschriften) um damit Geld zu machen. Das beste: sie bekommen für ein derart fragwürdiges Modell sogar öffentliche Fördergelder?! Peinlich.
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