zBEichgraben: FH-Studierende berichten über Flüchtlinge

„Falter“-Chefredakteur Florian Klenk hat die Jungjournalisten etwa sechs Wochen lang am Projekt arbeiten lassen.

„Das ist ein besonderer Abend für mich. Ich kriege mit, wie man Studierende motivieren und zu Leistungen bringen kann, die nicht selbstverständlich sind.“ Das sagte „Falter“-Chefredakteur Florian Klenk bei der Vorstellung des FH-Projekts zBEichgraben.at. Klenk stellte die Jungjournalisten am Anfang des Semesters vor die Wahl: entweder Frontalunterricht oder 'learning by doing'. Die Antwort der Studierenden war eindeutig: Sie entschieden sich für die zweite Möglichkeit. 

Die Aufgabenstellung: 38 Studierende fahren nach Eichgraben, um umfassend über den Ort und seine Flüchtlingspolitik zu recherchieren und zu schreiben. Hintergrund: In Eichgraben leben 120 Flüchtlinge, Skandalmeldungen kommen von dort aber keine. Die Studierenden sollten herausfinden, was es für einen Ort mit 4.500 Einwohnern bedeutet, wenn dort plötzlich relativ viele Flüchtlinge leben, die zuvor von IS & Co verfolgt wurden. Klenk selbst wohnt in dem kleinem Dorf, kennt die Situation dort also bereits - daher auch die Idee für das FH-Projekt. 

Innerhalb von sechs Wochen haben die Journalismus-Studierenden des zweiten Semesters der FH Wien der WKW also recherchiert, Interviews geführt, Texte geschrieben, Videos gedreht und Fotos gemacht. Klenk spricht stolz vom wohl „größten Lokaljournalismus-Projekt Österreichs“. Die besten Geschichten würden eben doch auf der Straße liegen, so der „Falter“-Chefredakteur. 

Neben Berichten über derzeit in Eichgraben lebende Flüchtlinge haben die Journalisten auch mit Politikern des Orts gesprochen, Artikel über Eichgrabener verfasst, die während des Zweiten Weltkriegs vertrieben wurden und ein Quiz erstellt, bei dem es um die hartnäckigsten Gerüchte im Ort geht. 

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