Werbe-KV: Fachgruppen-Obmann Götz weist Kritik zurück

Auch eine Einigung mit der Gewerkschaft auf einen ganz neuen KV schließt Götz im Gegensatz zu Kraft-Kinz nicht aus.

Der Grüne Obmann in der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Wien, Stephan Gustav Götz, hat sich gegen Angriffe des ÖVP-Wirtschaftsbundes gewehrt. „Wir haben in der grün-roten Reformpartnerschaft etwas geschafft, was dem Wirtschaftsbund Jahrzehnte nicht gelungen ist. Wir haben die Gewerkschaft zur Neugestaltung des KV bewegt“, sagte Götz im APA-Gespräch.

Aus dem Wirtschaftsbund habe immer wieder Stimmen gegeben, den KV abzuschaffen, so Götz, der zuvor von der zweiten Obmannstellvertreterin im Fachverband, Birgit Kraft-Kinz (Wirtschaftsbund), massiv angegriffen worden war. „Das erklärt, warum der erfolgreiche Abschluss 2017 und die Pläne für einen neuen KV ins schlechte Licht gerückt werden.“ Dabei gehe unter, dass es für heuer zudem den aus Arbeitgebersicht besten KV-Abschluss seit sechs Jahren gegeben habe, so der grüne Unternehmer: „Er liegt darunter.“

Kraft-Kinz hatte gegenüber der APA von einem Wettbewerbsnachteil für Wiener Unternehmen in der Branche im Vergleich zu Unternehmen in den Bundesländern gesprochen, da nur in Wien ein KV gelte. Darauf angesprochen sagte Götz: „Wertschätzung kann nie ein Wettbewerbsnachteil sein.“ Ein KV sei im Sinne des innerbetrieblichen Friedens.

Einigung mit Gewerkschaft möglich

Auch eine Einigung mit der Gewerkschaft auf einen ganz neuen KV schließt Götz im Gegensatz zu Kraft-Kinz nicht aus. Die entsprechende Roadmap sei sehr detailliert, so Götz. Die Roadmap sei von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite „in gemeinsamer Arbeit sehr gut aufbereitet, einiges ist schon definiert“.

Auf die Angriffe des Wirtschaftsbundes angesprochen sagte Götz: „Wir sollten im Sinne der Unternehmer die Parteipolitik zurückfahren.“ Die angedrohten rechtlichen Schritte seitens des Wirtschaftsbundes gegen seine Person wollte er nicht kommentieren.

Wie soll es in der gespalten anmutenden Fachgruppe weitergehen? „Es kann nur das Ziel sein, dass sich die konstruktiven Kräfte wieder finden und ich hoffe dass der Wirtschaftsbund interne Unsicherheiten hinter sich lässt“, so der Grünen-Vertreter in der Fachgruppe und Unternehmer.

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