Welt der Wunder startet Blockchain-Projekt für Content-Lizenzierung

Eine „TV-Messe im Netz“ soll mit dem ehrgeizigen Projekt entstehen, bei dem Content-Vertrieb künftig ohne teure Mittelmänner ablaufen soll.

Der deutsche Wissens-TV-Sender Welt der Wunder TV hat ein Bockchain-Projekt gestartet, um die Lizenzierung von Content über sogenannte Smart Contracts abzuwickeln. Als Partner dafür sind die Swisscom Blockchain, ein neu gegründetes Tochterunternehmen der Swisscom, und Swiss TXT, einer Tochter des Schweizer Rundfunks SRG, mit an Bord. 

Wie in dem obenstehenden Video erklärt wird, soll das Projekt ermöglichen, Verträge zwischen Content-Produzenten und -Einkäufern einfacher zu gestalten - vor allem auf internationaler Ebene, wo Marktteilnehmer mit einem Wildwuchs an regulatorischen Hürden und Vertragsstandards konfrontiert sind. Auch soll das Projekt für die Marktteilnehmer billiger werden, indem Mittelmänner aus der Rechnung herausgenommen werden - diese Rolle soll künftig die Blockchain-Technologie ermöglichen. Verglichen wird dies im Video mit einer „TV-Messe im Netz“.

ICO für die Medienbranche

Kombiniert wird dieser Ansatz mit einem Initial Coin Offering (ICO): Dabei gibt ein Unternehmen virtuelle Münzen aus, die Investoren für echtes Geld erwerben können. Bei den derzeit noch meist von Start-ups durchgeführten ICOs können Investoren Anteile am Unternehmen oder einen früheren Zugang zu einer neuen Technologie erwerben.

Allerdings weist man bei Welt der Wunder in einem Whitepaper explizit darauf hin, dass derartiges beim eigenen ICO nicht angedacht sei: „Das in diesem Whitepaper beschriebene Angebot zum Kauf von Tokens stellt einen freiwilligen Beitrag zur Entwicklung des Projektes durch das aktuelle und zukünftige Team dar,“ heißt es dort gleich eingangs: „Der Token gewährt weder ein Recht auf Rückzahlung, noch stellt er eine direkte Beteiligung an der Gesellschaft oder eine Gewinnbeteiligung dar. Zudem besteht kein Eigentumsrecht oder ein gegenwärtiger oder zukünftiger Anspruch an der Plattform, den Einnahmen oder dem geistigen Eigentum.“

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