VÖP-Heuriger: Die Medienpolitik-Themen und Bilder des Abends

Beim traditionellen privatsender Heurigen konnte der VÖP zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien begrüßen. Die beiden Vorsitzenden formulierten dabei klare Forderungen an die Medienpolitik.

Zum achten Mal veranstaltete der Verband Österreichischer Privatsender gestern seinen „privatsender Heurigen“ und konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien begrüßen. Die Vorsitzenden Ernst Swoboda und Markus Breitenecker formulierten klare Forderungen Österreichs Medienpolitik.

Ernst Swoboda, Vorstandsvorsitzender des VÖP und Geschäftsführer von Kronehit, machte deutlich, dass die durch den „digitalen Tsunami“ rasant vorangetriebene Veränderung im digitalen Bereich gänzlich neue Anforderungen an die Gestaltung, Verbreitung und Vermarktung von Medien stelle. Der Rechtsrahmen müsse diesen Entwicklungen dringend angepasst werden. Denn: „Unsere Mediengesetze stammen noch aus der Zeit, in der bildlich gesprochen Pferdekutschen auf Kopfsteinpflaster unterwegs waren. Heute rasen Geschosse mit 80.000 PS über Daten-Autobahnen, aber die Verkehrsregeln sind noch die alten.“

Einerseits müssten internationalen Player, v.a. US-Internetgiganten, gleich reguliert, besteuert und verantwortlich macht werden wie die österreichischen Medien. Es müsse zugleich aber auch dafür gesorgt werden, dass die österreichischen Medien gerüstet seien, um mit dieser enorm starken, neuen Konkurrenz mithalten zu können. „Wichtigstes Ziel sei dabei, einen gesunden, vielfältigen, dualen Medien- und Rundfunkmarkt in Österreich sicherzustellen“, so Swoboda. Hier verwies er auf das Weißbuch des VÖP – „Media Future Perspectives„, das dieser im Sommer vorgelegt hätte, um einen konkreten und konstruktiven Beitrag in der zu führenden Diskussion über den Medienstandort Österreich zu leisten. 

Auch Markus Breitenecker, stellvertretender VÖP-Vorsitzender und Geschäftsführer von Puls 4, unterstrich Swobodas Forderungen und wies auf die rasante Transformation des Medienmarkts hin. Er appellierte an die österreichische Politik, die Rahmenbedingungen für österreichische Medien zu verbessern, um diese für den Wettbewerb mit internationalen Playern zu rüsten. 

(Red.)

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