„Two Sides“: Kampagne zur Umweltverträglichkeit von Print-Medien gestartet

Print Power Austria-Präsident und VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger erläutert die Umweltvorteile von Printmedien.

„Die europäische Recycling-Rate von Papier lag 2016 bei 72 Prozent – in Österreich sogar bei 79 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, wie verantwortungsvoll mit der Rohstoffquelle Papier umgegangen wird. Printmedien punkten also nicht nur mit ihren Inhalten und ihrer einzigartigen Haptik, sondern auch beim absoluten Zukunftsthema Nachhaltigkeit“, erklärte Print Power Austria-Präsident und VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger anlässlich der Präsentation der Studienergebnisse des Toluna-Instituts.

Im vergangenen Jahr wurden im Zuge der Studie über 7000 Menschen – davon 600 in Österreich – befragt. Ein Kernergebnis: Die positive Umweltbilanz von Papier und Printmedien ist noch nicht im öffentlichen Bewusstsein verankert. „Umso wichtiger ist es, überprüfbare Fakten von Meinungen und Vorurteilen zu trennen“, so Grünberger. Daher starte die Print Power Austria-Initiative „Two Sides“ auch eine neue Anzeigen-Kampagne zur Nachhaltigkeit von Papier und Printmedien.

Wälder wachsen, Recycling funktioniert

Entgegen einer weitverbreiteten Annahme wachsen die Wälder in Europa beständig. Immerhin 67 Prozent aller Österreicher glauben, dass der Wald in Europa zurückgehen würde. Tatsächlich wuchs die Waldfläche allein in den letzten zehn Jahren um 44.000 km². Dazu kommt, dass in Österreich auch der durchschnittliche Holzvorrat pro km² weiter zunimmt.

Die Toluna-Umfrage zeigt zudem, dass das Recycling von Papierprodukten wesentlich besser funktioniert als allgemein angenommen. Nur 14 Prozent der Österreicher meinen, dass das Recycling von Papier über 60 Prozent liegt. Aber tatsächlich werden mittlerweile 72 Prozent des Papierverbrauchs über die Sammelsysteme der Europäischen Länder wieder recycelt. In Österreich wurden zuletzt sogar 79 Prozent gesammelt und in den Kreislauf zurückgeführt. Werte über 80 Prozent liegen laut Experten bereites an der Machbarkeitsgrenze, weil es Fraktionen gibt, die nicht wiederverwertet werden können. Das sind zum Beispiel, Hygienepapiere, langfristig archivierte Printmedien oder andere Produkte, bei denen Papier und Kunststoffe miteinander fest verarbeitet wurden.

„Die Rohstoffquellen für Zeitungen und Magazine werden besonders nachhaltig bewirtschaftet und genutzt. Papier ist das in Europa am meisten recycelte Material und selbst am Endes seines mehrfachen Lebenszyklus kann es noch für die Gewinnung von Bio-Energie genutzt werden. All diese Fakten zeigen, dass Print in jeder Beziehung nachhaltig ist“, so Grünberger.

(red.)

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