Trends 2017 #3: Social Media

Das Jahr von Snapchat und Instagram.

Wenn alles nach Plan verläuft, dann können sich Investoren im kommenden Jahr wieder auf einen Tech-IPO freuen. Denn nachdem Snap – das Unternehmen hinter der schrägen App „Snapchat“ – gegen Ende 2016 die Hebel für einen Börsengang gezogen hat, steht dem Schritt aufs Parkett im Frühjahr 2017 nicht mehr viel im Weg.

Dabei könnte Snap vier Milliarden Dollar von Aktionären einsammeln, insgesamt wird das Social Media-Unternehmen zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar bewertet. Zum Vergleich: Der Riese Facebook ist mit einer Marktkapitalisierung von rund 325 Milliarden Dollar deutlich größer, Twitter ist an der Börse „nur“ rund 13 Milliarden Dollar wert. 

Werbeumsatz-Milliarden steigen weiter

Die Bewertungen spiegeln auch wider, wie sich die Werbeerlöse der Konkurrenten entwickeln. So gehen Experten des Technologieportals TechCrunch davon aus, dass Snap 2015 59 Millionen Dollar Umsatz machte, bis 2017 soll dieser Wert auf 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar steigen. Der Marktforscher eMarketer rechnet 2017 mit rund 935 Millionen US-Dollar Werbeumsatz weltweit, nach rund 366 Millionen Dollar im Jahr 2016.

Im Jahr 2018 soll Snap laut der eMarketer-Prognose 1,7 Milliarden Dollar Werbeumsatz weltweit machen. Twitter machte zwar bereits in den ersten drei Quartalen 1016 rund 1,8 Milliarden Dollar Umsatz, verzeichnet allerdings längst nicht die gleichen Wachstumsraten wie Snap. Der Social Media-Riese Facebook steht derzeit noch weit über der Konkurrenz und verdiente allein im dritten Quartal 2016 6,8 Milliarden Dollar mit Werbeumsätzen – allerdings ist auch hier das Wachstum nicht so extrem wie bei Snap.

Instagram, Facebooks Foto-App, machte nach Schätzungen der Credit Suisse 2016 rund 3,2 Milliarden Dollar Umsatz, 2017 sollen es 5,4 Milliarden und 2016 über sieben Milliarden Dollar sein. Stimmen diese Prognosen, so verzeichnet Instagram innerhalb des Facebook-Konzerns ein formidables Wachstum – und ist zugleich Mark Zuckerbergs Waffe gegen die aufkeimende Konkurrenz.

Das zeigt sich auch daran, dass für Instagram in den vergangenen Monaten etliche Funktionen der Snapchat-App kopiert wurden. In den kommenden Monaten ist somit damit zu rechnen, dass sich das Buhlen von Snapchat und Instagram um User und Werbekunden verstärken wird – während Twitter was Werbeerlöse betrifft auch 2017 auf dem Abstellgleis verweilt.

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