„Supergeil“-Mastermind Friedrich Liechtenstein setzt auf Wiener Gemeindebauten

Die meisten Menschen kennen Friedrich Liechtenstein als den bärigen Protagonisten im Edeka-Werbesong „Supergeil“. Doch der Künstler kann auch mit anderen Themen auftrumpfen. Zum Beispiel mit den Wiener Gemeindebauten.

„Ich suche mir gerne verpönte Themen“, hat Friedrich Lichtenstein vor ein paar Wochen im Interview mit HORIZONT erzählt: Dazu zählt Werbung für das nicht ganz so prickelnde Thema Supermarkt im Rahmen seines Edeka-Songs „Supergeil“ ebenso wie diverse Projekte in Österreich: Dem hiesigen Kurort Bad Gastein hat der Künstler ein komplettes Konzeptalbum gewidmet; in einem künftigen Filmprojekt über Fahrstühle soll es ebenfalls österreichische Beispiele geben. Und jetzt setzt er auch noch auf Wiener Gemeindebauten.

Gemeinsam mit der Wiener mediavilm dreht Liechtenstein in der österreichischen Bundeshauptstadt das Video zu seinem Song „NYtimes“ und stellt dabei jene Bauten in den Mittelpunkt, die für andere Menschen nicht unbedingt als architektonische Highlights der Stadt gelten. Liechtenstein begründet seine Begeisterung aber so: „Gemeindebauten ermöglichen es auch Leuten mit kleinen Budgets, in begehrten Bezirken zu leben. Und gerade Wien bietet hier sehr viele Möglichkeiten. Das ist nicht zu vergleichen mit den Plattenbauten, wo ich her komme. Die Stimmung ist gut und auch die Leute sind gut drauf.„ 

Vertikal gefilmt

Hinzu kommt, dass der 61-jährige Deutsche mit den goldenen Fingernägeln ein weiteres Tabu bricht: Das Video wird vertikal, also im Hochkant-Format, gedreht. Liechtenstein: “Das Video zu ,NYtimes` wurde von der mediavilm einfach senkrecht, also vertikal, gedreht. Auch Fernsehsender wie Tele5 haben diesen Trend erkannt und senden vertikale Videos, bzw. stellen Sie online.„ Auf Tele5 wird der Clip auch seine Erstausstrahlung im Herbst 2017 erleben.

Das vertikale Format „funktioniert“ am besten mit passenden Inhalten. Daher wurde in ,NYtimes` Bilder des heimischen Apnoe-Tauchers Herbert Nitsch eingebaut, der virtuell durch den Clip schwebt und so dem Dreh im wahrsten Sinne des Wortes „Tiefe“ verleiht, heißt es in der Mitteilung von mediavilm.

Lesen Sie hier im Interview mehr über Friedrich Liechtensteins Faszination für vertikale Videos.

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