Rücktritte im ORF Stiftungsrat

Rudolf Ertl und Wilfried Embacher legen ihr Mandat zurück. Früherer SPÖ-Kommunikationschef Heinz Lederer folgt auf Ertl. Grüne werden „zeitnah“ entscheiden.

Veränderungen im obersten Gremium des ORF: die beiden Stiftungsräte Rudolf Ertl und Wilfried Embacher haben mit heutigem Tag ihre Funktion zurückgelegt. Gründe für diesen Schritt haben beide nicht genannt. In einem Schreiben an die Stiftungsräte bedankte sich Embacher jedenfalls für die „weitgehend konstruktive Arbeit“ in den vergangenen sieben Jahren.

ORF-Pressesprecher Martin Biedermann bestätigt auf HORIZONT-Anfrage das Ausscheiden der beiden aus dem Aufsichtsgremium des ORF. Wilfried Embacher wurde von der Bundesregierung über Vorschlag der Grünen in den Stiftungsrat entsandt, Ertl gilt als SPÖ-nahe - ebenfalls von der Bundesregierung entsendet. Die Nachfolge der beiden muss vom Ministerrat abgesegnet werden - dieser tritt am Vormittag des 9. Mai zusammen. Der ORF-Stiftungsrat tagt am 1. Juni das nächste Mal, dem Vernehmen nach könnten da bereits beide Nachfolger teilnehmen.

Ertls Vorgänger folgt ihm nach

Wie die APA berichtet und das Kanzleramt dementsprechend bestätigt, folgt Heinz Lederer auf Rudolf Ertl. Lederer war bereits bis 2009 Mitglied des Stiftungsrates und wurde dann von Ertl abgelöst. Zeitgleich mit Lederer war auch der nunmehrige Medienminister Thomas Drozda Teil des 35-köpfigen Gremiums. Lederer, früher Kommunikationschef der SPÖ, ist nun mit seiner PR-Agentur Heinz Lederer Communication GmbH selbstständig.

Anders als in der roten Fraktion gibt es bei den Grünen noch keine Nachfolge für den ausgeschiedenen Embacher. Man werde „zeitnah“ eine neue Besetzung finden, so eine Sprecherin der Grünen auf HORIZONT-Anfrage. Personelle Gerüchte wollte man nicht kommentieren. (red)

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