„Österreich“: Teilnahme am Presserat

Mit den Regierungsplänen für einen Presseförderungs-Bonus habe das nichts tun, versicherte Herausgeber Wolfgang Fellner.

Die Tageszeitung „Österreich“ wird mit 1. März den Ehrenkodex für die österreichische Presse anerkennen und damit am Presserat teilnehmen, das kündigte Herausgeber Wolfgang Fellner im APA-Interview an.

Mit den Regierungsplänen für einen Presseförderungs-Bonus habe das nichts tun, versicherte er. „Wir wollten immer dem Presserat beitreten.“ Dass auch ein Subventionsbonus herausschauen könnte, sollte die Regierung ihre Pläne für eine Reform der Presseförderung umsetzen (HORIZONT berichtete), sei „ein nettes Nebenergebnis, aber sicher nicht das Motiv“.

„Ganz simpel gesagt, geht es mir auf die Nerven, ständig angepinkelt zu werden, wir würden hetzerische Berichterstattung betreiben, ständig verurteilt werden und uns dem Presserat nicht unterwerfen. Das stimmt nicht“, sagte Fellner zur Frage, warum er nun teilnimmt. Der Ehrenkodex sei „bei uns immer ein wichtiges Thema gewesen und ist Grundlage unserer Arbeit“, betonte Fellner. „Jedes Presseratsurteil, teilweise auch, wenn es uns nicht betrifft, wird bei uns in der Redaktion sehr sorgfältig besprochen.“

Der Schritt gelte vorerst für die Zeitung „Österreich“, inwieweit auch oe24.at - mit dem sich der Presserat auch immer wieder befasst - mitzieht, „damit haben wir uns noch nicht beschäftigt“. Dort seien auch „zum Großteil Tageszeitungsgeschichten“ zu lesen, daher sei diese Frage nicht prioritär.

(red)

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