Ö1: Die Details zu den Neuerungen

Mit Mai gehen die Schemareform, ein neues Corporate Identity und eine Imagekampagne aus dem Hause Wien Nord an den Start.

Ö1 hat in diesem Jahr - anlässlich des 50. Geburtstages am 1. Oktober - einen Relaunch verpasst bekommen. Im Mai gehen neben einer Schemareform auch ein neues Corporate Identity und eine Imagekampagne an den Start. Bei einer Pressekonferenz am Freitagvormittag präsentierten ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger, Ö1-Programmchef Peter Klein und Ö1-Marketingchef Michael Ladstätter die Details.

Der Kultur- und Informationssender sei mit 614.000 Hörern konstant erfolgreich, um erfolgreich zu bleiben, müsse man allerdings „Schritte der Weiterentwicklung“ setzen, so Eigensperger. „International wird man kaum einen Sender finden, der so sehr für Akzeptanz, Qualität und Zufriedenheit beim Publikum steht wie Ö1“, ergänzt die Radiodirektorin.

Neue Sendungen

Nach zwei Jahren Entwicklungsphase segnete der Stiftungsrat im November des Vorjahres die Programmpläne der ORF-Sender für 2017 ab. Die Schemareform von Ö1 hat die meisten Änderungen zu bieten. Das neue Programmschema „ist keine Revolution, es ist eine Evolution“, sagt Klein, der darin kein „neues, sondern ein entwickeltes, optimiertes und verbessertes Programmschema“ sieht.

Ziel dieser Schemareform sei eine stärkere Konzentration auf die publikumsrelevanten Tageszonen. Die entscheidenden Veränderungen passieren im Zeitraum zwischen zehn Uhr vormittags und 16 Uhr nachmittags - den Kernzonen von Ö1. Zudem solle damit die Kultur- und Informationskompetenz gestärkt werden. Dabei breche man auch „mit ein paar Tabus“, etwa der Regel, dass sich Wort- und Musiksendungen abzuwechseln haben. Das Wort werde zunehmend zum Alleinstellungsmerkmal von Ö1, „wir gestatten uns längere Wortstrecken hintereinander zu spielen“, sagt Klein. Insgesamt gehen mit „Des Cis“, „Punkt eins“, „#doublecheck“, „Ö1 Kunstsonntag“, „Anklang“, „Das Ö1 Konzert“, „Ausgewählt“ und „Schon gehört? - Tipps für Klein und Groß“ acht neue Sendungen an den Start.

Neues Corporte Identity

Nach 22 Jahren ändert sich auch das visuelle Erscheinungsbild von Ö1. „Ö1 soll offener werden, leichter anmuten und Bewegung ausstrahlen - das war unser Anspruch an unser neues Corporate Identity“, erklärt Ladstätter. Die Umsetzung des überarbeiteten Logos und Ö1 Magazins erfolgte inhouse. Der „Einser“ im Logo rückt nach rechts, der Sender firmiert als „Österreich 1“ - ohne „Radio“ und ohne ORF-Dachmarke.

Neben dem Printbereich wird es auch im digitalen Bereich Neuerungen geben. Kommende Woche geht die frisch gelaunchte Website an den Start, die nun auch für mobile Devices optimiert ist. Zudem werde es einen digitalen Programmguide geben, den Ladstätter als „Schatzkarte“ bezeichnet: „Ö1 ist eine Schatzinsel und die Schätze sind zum Teil gut versteckt. Wir haben eine Schatzkarte zu dieser Schatzinsel entworfen.“ Ab Mai wird es auch einen WhatsApp-Service mit den Programmhighlights des jeweiligen Tages geben.

Neue Imagekampagne

Ebenfalls nach 22 Jahren geht auch eine neue Imagekampagne, die von der Kreativagentur Wien Nord umgesetzt wurde, an den Start. Der Claim „Ö1 gehört gehört“ bleibt bestehen. Mit Slogans wie „Zum Schweigen fehlen uns die passenden Worte“, „Aleppo ist die Hauptstadt Europas“, „30 Trillionen Zellen mit Haut darüber sind eine Kuh“ sollen die Sujets das Ö1-Programm transportieren (Sujets siehe oben). Die Imagekampagne wird auf ingesamt 2.500 Plakatwänden österreichweit zu sehen sein. 

Seinen 50. Geburtstag feiert Ö1 das ganze Jahr. Der Programmschwerpunkt „Baujahr 67“ läuft bereits, im Sommer kommt das „Museum der Meisterwerke“ mit einem Best-of aus 50 Jahren Ö1 dazu. Im August wird ein ganzer Sendetag ausschließlich Musik aus dem Jahr 1967 gewidmet. Am 1. Oktober, dem offiziellen Geburtstag, gibt es dann Live-Programm. Ab 1. Oktober gibt es auch die neuen Signations von Christian Muthspiel zu hören. 

Hier finden Sie ein ausführliches Interview mit Ö1-Programmchef Peter Klein.

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